Zur Ankündigung von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen, eine breit angelegte Kampagne zum Thema Burnout und psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu starten, erklärt Beate Müller-Gemmeke, Sprecherin für Arbeitnehmerrechte:
Ministerin von der Leyen scheint zwar das Problem erkannt zu haben – sie redet aber nur, statt zu handeln. Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind zu einem großen Problem in der Arbeitswelt geworden und verursachen Milliarden Kosten in den Unternehmen. Allein mit Hilfe einer Kampagne wird sie das Problem deshalb nicht in den Griff bekommen.
Was fehlt, sind klare gesetzliche Verordnungen, die das Arbeitsschutzgesetz in diesem Punkt konkretisieren. Was fehlt, sind technische Regelungen, die den Betrieben klare Vorgaben beim Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz an die Hand geben und die Aufsichtsdienste in die Lage versetzen, hier tätig zu werden. Zudem brauchen wir konkrete Hilfestellungen für die Gefährdungsbeurteilungen, die innerhalb der Betriebe durchgeführt werden müssen, wobei auch hier psychische Belastungen am Arbeitsplatz Teil dieser Beurteilungen sein müssen.
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