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Pressemitteilung | 23.01.2013

Fachkräftemangel: Arbeitsministerin nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

Zum Fachkräfte-Bericht der Bundesregierung erklärt Brigitte Pothmer, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik:

Der Fachkräftemangel kann nur mit einer ganzheitlichen Strategie eingedämmt werden. Wir wollen Migrantinnen und Migranten besser in den Arbeitsmarkt integrieren, junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf stärker unterstützen, Frauen umfassender am Erwerbsleben beteiligen und Arbeitslose zu Fachkräften qualifizieren. Außerdem muss es mehr Anreize für die Zuwanderung geben, damit auch darüber neue Impulse für den Arbeitsmarkt entstehen.

All das hat Arbeitsministerin von der Leyen nicht geliefert. Sie hat die Mittel für die Arbeitsförderung sogar drastisch gekürzt und so die Unterstützung und Qualifizierung Arbeitsuchender erschwert. Die notwendige dreijährige Förderung von Umschulungen im Erziehungsbereich wird weiter verschleppt, obwohl der Kita-Rechtsanspruch auch am mangelnden Personal zu scheitern droht. Die Erwerbspotenziale von Frauen werden nicht ausgeschöpft, stattdessen wurden die Minijobs ausgeweitet. Auch die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen kommt nicht in die Gänge, und die Blue Card wird kaum genutzt. Die bittere Konsequenz aus diesen Versäumnissen ist, dass der Fachkräftemangel in immer mehr Branchen und Regionen zum Problem wird.

Die Fraktionspressestelle auf Twitter: @GruenSprecher