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Fachgespräch | 01.11.2010

Eiweißstrategie für Deutschland

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Mit zunehmender Intensivierung der Tierhaltung steigt der Import von Eiweißfuttermitteln nach Europa drastisch an. Schon heute nutzt Deutschland drei Millionen Hektar Ackerfläche vornehmlich in Ländern des globalen Südens zum Anbau von Futtermitteln, die EU importiert die Erträge von 18 Millionen Hektar. Damit verbunden sind ökologische und soziale Verwerfungen in den Herkunftsländer. Kleinbauern werden von ihrem Land vertrieben, um Platz für den sogenannten Cash-Crop-Anbau großer Agrarunternehmen zu schaffen. Regenwald wird gerodet, um neue Ackerflächen zu gewinnen. Der Anbau geht einher mit dem verstärkten Einsatz gentechnisch veränderter Organismen und massiven Pestizidanwendungen.

Gleichzeitig verschlechtert sich die Eigenversorgung mit Eiweißfuttermitteln in Deutschland kontinuierlich. Dies führt zu einer weiteren Verengung der Fruchtfolgen, zum Verlust agrarökologischer Vielfalt und zur Degradation von Boden.

Auf diese Missstände wies die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bärbel Höhn in ihrer Einführung zum Fachgespräch hin und forderte für Deutschland und die EU eine Eiweißstrategie ein.

Der agrarpolitische Sprecher Friedrich Ostendorff versprach, dass die Fraktion die Anregungen aus dem Fachgespräch nutzen werde, um einen entsprechenden Bundestags-Antrag zur Entwicklung einer Eiweißstrategie auf den Weg zu bringen.

weiter mit: Ökologisch, klimafreundlich, chancenlos? Entwicklung von Forschung und Anbau bei heimischen Eiweißpflanzen

 

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