Am 20. Januar 2012 hatte die grüne Bundestagsfraktion zu einem arbeitsmarktpolitischen Fachgespräch nach Berlin eingeladen. Gastgeber waren Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin und Markus Kurth, sozial- und behindertenpolitischer Sprecher der Fraktion.
Das Thema „Einer für alle – Spaltung des Arbeitsmarktes überwinden" lockte zahlreiche Interessierte in den Bundestag. Sie wollen so wie wir nicht hinnehmen, dass viele Menschen trotz der guten konjunkturellen Lage keine Arbeit bekommen und auch kaum eine Chance haben, dass sich daran etwas ändert. Viele bleiben dauerhaft ausgegrenzt, besonders betroffen davon sind MigrantInnen, Geringqualifizierte, Ältere, junge Leute, Menschen mit Behinderungen, aber auch Frauen. Das zu ändern ist unser ehrgeiziges Ziel. Denn der jetzige Zustand ist nicht nur ungerecht, sondern auch eine untaugliche Strategie, um den wachsenden Fachkräftebedarf der Zukunft zu decken.
Unser Fazit nach der Veranstaltung: Von einem Arbeitsmarkt für alle sind wir noch weit entfernt. Es fehlen Zugänge und Durchlässigkeit, es hakt an den Schnittstellen, Verantwortung wird abgeschoben und „Nachhaltigkeit“ ist in vielen Bereichen noch immer ein Fremdwort. Aber es gibt die richtigen Konzepte und den Willen, die dauerhafte Ausgrenzung von Menschen von Einkommen und Teilhabe nicht hinzunehmen. Das ist für uns Bestätigung und Ansporn, unser Ziel eines inklusiven und solidarischen Arbeitsmarktes weiter zu verfolgen. Dabei geht es darum Strukturen zu schaffen, die allen gerecht werden, zugänglich und durchlässig sind und langfristige Perspektiven schaffen. Daran arbeiten wir weiter.








