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FAQ | 16.07.2013

Fragen und Antworten zur Euro-Krise

Die Europäische Union hat Europa Frieden und Wohlstand gebracht. Eine starke und handlungsfähige Europäische Union ist für unsere Zukunft entscheidend. Will Europa in einer globalisierten Welt Einfluss nehmen und die Zukunft gestalten, kann sie dies nur gemeinsam.

Der Euro hat in Europa für Wechselkurs- und Geldwertstabilität gesorgt. Doch die Eurokrise hat die europäische Integration auf den Prüfstand gestellt und an den Grundfesten der EU gerüttelt. Trotz der Komplexität der Krise wurden wichtige und richtige Entscheidungen getroffen und Veränderungsprozesse angestoßen. So war es zum Beispiel richtig, den sogenannten Krisenländern Finanzhilfen im Rahmen von Krediten zu gewähren. Es war auch richtig, den dauerhaften Rettungsschirm ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus), einzurichten.

Trotzdem hat Bundeskanzlerin Merkel entscheidende Schritte verschleppt und blockiert, somit vielerorts Besorgnis und Unsicherheit geschürt und die Krise verlängert. Im Bereich der Finanzmarkt- und Bankregulierung müssten wir schon viel weiter sein. Auch die harte Spar- und Kürzungspolitik, die Frau Merkel den sogenannten „Krisenländern“ aufgebürdet hat, war von Anfang an zu einseitig und hat sich vielerorts als falsch erwiesen. Viele südeuropäische EU-Mitgliedsstaaten rutschen immer tiefer in die Rezession, die Arbeitslosigkeit – insbesondere unter Jugendlichen – hat ein nicht mehr zu tolerierendes Maß erreicht. Das Eingreifen der Europäischen Zentralbank konnte die Märkte zwar beruhigen, aber die eigentlichen Krisenursachen wurden trotz zahlreicher Krisengipfel nicht ausreichend bekämpft.

Die Krise, die getroffenen Entscheidungen und die vorgeschlagenen Lösungen sind komplex. Vielerorts begegnen wir Verunsicherung, Ängsten und offenen Fragen. Warum ist die Krise entstanden, was ist zu tun, welcher Weg ist verantwortbar?

Nachstehend beantworten wir Fragen, die uns im Zusammenhang mit der Eurokrise gestellt werden. Die Antworten sollen zu einem besseren Verständnis beitragen und gleichzeitig unsere Positionen erklären.

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