Konzentration auf die großen Herausforderungen nötig
Aktuell laufen auf europäischer und nationaler Ebene intensive politische Diskussionen über die Konzeption des nächsten Europäischen Forschungsrahmenprogramms (8. FRP). Der Antrag, den wir zusammen mit der SPD zum 8. FRP einbringen, macht sich für eine klare Prioritätensetzung für Forschung im EU-Budget stark. Die vor uns liegenden gesellschaftlichen Probleme können ohne eine kontinuierliche Forschungsförderung nicht gelöst werden.
Wir setzen uns dafür ein, dass sich europäische Forschungspolitik auf die sogenannten „großen Herausforderungen“ konzentriert: Klimawandel, Umweltschutz, Energiewende, Gesundheit und soziale Herausforderungen wie den demografischen Wandel. Wir fordern, dass die entsprechenden Schwerpunkte in einem transparenten und legitimierten Prozess festgelegt werden.
Beim neuen Forschungsrahmenprogramm kommt es zudem darauf an, bewährte Instrumente und erfolgreiche Programme zu verstetigen und zu vereinfachen, anstatt immer neue komplizierte Strukturen zu schaffen. Der erfolgreiche Europäische Forschungsrat, die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und das Konzept der Verbundforschung sind Initiativen, die auf europäischer Ebene gestärkt werden müssen. Und es geht im Rahmen des FRPs um bessere Möglichkeiten für strukturschwache und neue Mitgliedsländer, die dazu beitragen, dass sich in den Regionen langfristig leistungsfähige Forschungsstrukturen entwickeln können.
