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Berliner Erklärung | 15.12.2011

Frauenbündnis für Quote

Am 15. Dezember 2011 präsentierte ein Bündnis von Vertreterinnen aller im Deutschen Bundestag vertretenen Fraktionen die „Berliner Erklärung“. Darin fordern sie eine gesetzliche Quote für Aufsichtsräte von mindestens 30 Prozent. Seit über 60 Jahren steht im Grundgesetz, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. In der Realität ist die Gleichstellung allerdings noch lange nicht verwirklicht.

Das überparteiliche und gesellschaftliche Bündnis will eine gerechte Gesellschaft, die Frauen und Männern die gleichen Verwirklichungs- und Teilhabechancen auch praktisch einräumt. Das erste Ziel ist, mehr Frauen in die Entscheidungsprozesse der Wirtschaft einzubeziehen – paritätisch und gleichberechtigt. Die bisherigen freiwilligen Vereinbarungen haben kaum Veränderungen gebracht. Daher ist jetzt eine verbindliche gesetzliche Regelung zur geschlechtergerechten Besetzung von Entscheidungsgremien der Wirtschaft, in Aufsichtsräten und Vorständen erforderlich. In einem ersten Schritt fordert das Bündnis eine Mindestquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte der börsennotierten, mitbestimmungspflichtigen und öffentlichen Unternehmen.

Bei dem überfraktionellen Bündnis handelt es sich um eine Initiative, die es in dieser Form noch nicht gab. Angestoßen von den Abgeordneten Ekin Deligöz (Bündnis 90/DIE GRÜNEN) und Dagmar Ziegler (SPD) gehören Dorothee Bär (CSU), Sibylle Laurischk (FDP), Cornelia Möhring (Linke), Rita Pawelski (CDU) dazu, sowie die Frauenverbände Bundesverband der LandFrauen, Verein "Frauen in die Aufsichtsräte" (FidAR), Deutscher Juristinnenbund (djb), Verband der deutschen Unternehmerinnen (VdU), Business and Professional Women Germany (BPW Germany) und European Women´s Management Development (EWMD).

Erstunterzeichnerinnen sind unter anderen Prof. Jutta Allmendinger, Senta Berger, Maria Furtwängler, Katrin Göring-Eckardt, Steffi Jones, Prof. Ute Klammer, Hannelore Kraft, Renate Künast, Monika Lazar, Bascha Mika, Astrid Rothe-Beinlich, Alice Schwarzer, Manuela Schwesig, Friede Springer, Rita Süssmuth, Dr. Antje Vollmer, Dr. Ursula von der Leyen und Maria von Welser.

Jetzt wird um eine möglichst breite Unterstützung für die Berliner Erklärung geworben – bei Männern wie Frauen. Unter www.berlinererklaerung.de kann direkt unterzeichnet werden.

Abgeordnete aller Fraktionen unterzeichnen Berliner Erklärung

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