Ein Bericht aus unserem Fachgespräch zum Thema "Glyphosat"
Bei einem Fachgespräch der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen zum Thema "Gift und Gene" am 26. September in Berlin stellte der argentinische Forscher Andrés Carrasco von der Universität Buenos Aires seine Studien zur Wirkung von Glyphosat auf die Entwicklung von Frosch- und Hühnerembryonen vor. Carrasco zeigte in seinem Beitrag anschaulich, dass Glyphosat bei den untersuchten Embryonen zu vielfältigen Missbildungen und anderer Entwicklungsstörungen bei den Embryonen führte.
Die Veröffentlichung von Carrascos Forschungen sorgte weltweit und auch in Argentinien für eine heftige Debatte über die Gefahr durch Glyphosat und andere Agro-Chemikalien. In Argentinien verfügt die Soja-Industrie über viel Einfluss. Und der Staat verdiente allein im Jahr 2010 sieben Milliarden US-Dollar an Zolleinnahmen durch den Export von Sojaprodukten – vor allem von gentechnisch veränderter Soja. Seit dem Anbau von Gentech-Soja in Argentinien ist der Einsatz des Pestizids Round-up (beziehungsweise seines Wirkstoffs Glyphosat sowie weiterer Verbindungen) massiv gestiegenen und liegt inzwischen bei über 200 Millionen Liter pro Jahr. Mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt: So häufen sich in den letzten Jahren zum Beispiel Berichte darüber, dass in den Anbaugebieten der Gentech-Soja in den Kliniken gehäuft Missbildungen bei neugeborenen Kindern festgestellt werden.




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