Das ärztliche Berufsbild ist in einem grundlegenden Wandel. Zur traditionellen Rolle des Heilberuflers kommen für die ÄrztInnen viele weitere hinzu: Sie sollen zu "Teamarbeitern" werden und enger mit anderen Gesundheitsberufen zusammenarbeiten. Sie sollen stets auf dem aktuellen Stand des immer größer werdenden medizinischen Wissens sein. Sie sollen sich als Unternehmer bewähren. Und nicht zuletzt sollen sie den PatientInnen nicht mehr als "Halbgötter in Weiß", sondern als PartnerInnen gegenübertreten. Die ÄrztInnen sind vielen neuen Anforderungen ausgesetzt. Wie lässt sich dieser Wandel bewältigen, und wie kann die Politik die Ärzteschaft dabei unterstützen? Darum ging es auf dem ersten Grünen Ärztetag.
Einladung zur Diskussion an die Ärzteschaft
"Wer in unserem Gesundheitswesen verändern will, wird das nicht ohne und schon gar nicht gegen die Ärzteschaft machen können" – so eine der Kernaussagen von Jürgen Trittin in seiner Begrüßungsansprache. Mehr Prävention, mehr vernetzte Versorgung und mehr Qualitätstransparenz seien ohne engagierte ÄrztInnen nicht zu haben. Deshalb suche die grüne Bundestagsfraktion die Diskussion mit ihnen.
Dr. Montgomery nahm als Vizepräsident der Bundesärztekammer in seinem Grußwort dieses Angebot gerne auf. Augenzwinkernd begrüßte er die Grünen "in der Mitte der Gesellschaft". Endlich hätten diese die Ärzteschaft als Gesprächspartner ausgemacht.
Und Dr. Harald Terpe, selbst Arzt und für die ÄrztInnen zuständiges Fraktionsmitglied, wies in seinem Beitrag auf eine wichtige Gemeinsamkeit zwischen Grünen und Ärzteschaft hin. Beide seien an Grundwerten orientiert. Die einen an der ärztlichen Berufsethik, die anderen an Prinzipien, wie Nachhaltigkeit, Zugangs- und Generationengerechtigkeit oder auch Selbstbestimmung. Also Grundwerten, die durchaus auch als vernünftige Maßstäbe gesundheitspolitischer Entscheidungen dienen könnten.
Vor diesem Hintergrund entwickelte sich eine hoch interessante Veranstaltung.





















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