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Nahost | 30.04.2009

Friedensinitiativen in Israel und Palästina

Trotz der anhaltenden Gewalt gibt es auf beiden Seiten noch mutige und engagierte Menschen, die sich für Verständigung und Frieden einsetzen – oft unter schwierigen Bedingungen. Wir fühlen uns besonders denjenigen Kräften auf beiden Seiten des Konfliktes verbunden, die nach wie vor unermüdlich nach Möglichkeiten suchen, die Eskalation zu beenden und sich für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch einsetzen.

Im politischen Raum stehen diese Kräfte derzeit abseits. Die der Friedensbewegung nahestehende Meretz-Partei konnte nur fünf Mandate bei den letzten Knessetwahlen erzielen. Ihr ehemaliger Parteichef, Yossi Beilin hatte gemeinsam mit Yasser Abed Rabbo (ehemaliger palästinensischer Minister für Information und Kultur) die so genannte Genfer Initiative initiiert. Ein breites Spektrum, das von ehemaligen Ministern über Kulturschaffende bis zu Personen reicht, hat im Herbst 2003 den detaillierten Vorschlag zur Regelung des israelisch-palästinensischen Konfliktes vorgelegt. Wir unterstützen diese Initiative.

Gemeinsames Engagement für den Frieden

Zahlreiche NGOs engagieren sich auf beiden Seiten oder gemeinsam für Frieden. Dazu gehören z.B. "Peace now", die Menschenrechtsorganisation Betselem, Taayush, die israelische Initiative zur Verweigerung des Militärdienstes in den besetzen Gebieten ("Yesh Gvul") und viele andere. Ein weiteres Beispiel ist die NGO "Combatants for peace", die sich zusammensetzt aus ehemaligen an Kampfhandlungen beteiligten israelischen Soldaten und palästinensischen Kämpfern, die zum Teil in israelischen Gefängnissen saßen. In der Hoffnung, dass die Mitglieder aufgrund ihrer Vergangenheit in beiden Gesellschaften größeres Gehör finden, wollen sie sich für ein Durchbrechen der Gewaltspirale und für Verhandlungen einsetzen.

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