Nach dem Gazakrieg bleiben die Voraussetzungen für eine Beilegung des israelisch-palästinensischen Konfliktes komplex. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass durch Militäraktionen die Probleme im Konflikt nicht verringert werden können. Die humanitären Konsequenzen für die bedrohte Zivilbevölkerung im Gazastreifen sind immer noch gewaltig, zugleich hat sich die Bedrohung für die israelische Sicherheit nicht verringert. Sicherheit für beide Seiten wird nur langfristig nur durch eine Umsetzung der Zweistaatenlösung möglich sein.
Die grüne Bundestagsfraktion debattiert intensiv über die Chancen zu einer Rückkehr zu einem tragfähigen politischen Prozess und einer Neuaufnahme des Friedensprozesses. Jürgen Trittin und Kerstin Müller beschreiben in einem Thesenpapier vom März 2009 zehn Schritte, die zu einer Neuausrichtung einer solchen Politik notwendig wären.
Kerstin Müller, außenpolitische Sprecherin und Marieluise Beck, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, reisten nach dem Krieg sowohl nach Israel, als auch in den Gazastreifen um sich selbst ein Bild von aktuellen Entwicklungen und den Stimmungen vor Ort zu machen. Dabei trafen sie auf beiden Seiten auf viel Skepsis, aber auch hohe Erwartungen an die internationale Politik.

