Menschenrechte Intersexueller gewährleisten
Mehr und mehr Menschen melden sich zu Wort, die gegen bisherige Praktiken der Behandlung intersexueller Menschen im Kindesalter protestieren. Dass Eltern gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten irreversible Entscheidungen für Kinder treffen, wirft ethische Fragen auf. Auf politischer Ebene ist das 2008 bei der Berichterstattung zum "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frauen" (CEDAW) ins Licht der Öffentlichkeit gekommen, nachdem ein "Schattenbericht" von NGOs zum offiziellen CEDAW-Bericht der Bundesregierung Menschenrechtsverletzungen an Intersexuellen anprangerte.
Bündnis 90/Die Grünen treten entschieden für die Gewährleistung der Menschenrechte Intersexueller ein. Intersexuelle Menschen, die mit uneindeutigen Geschlechtsmerkmalen geboren werden, dürfen keinen medizinisch unnötigen Operationen zur Geschlechtsanpassung unterworfen werden. Deshalb setzen wir uns dafür ein, geschlechtliche Uneindeutigkeit auch personenstandsrechtlich zuzulassen und damit anzuerkennen, dass es Menschen gibt, die nicht als weiblich oder männlich zugeordnet werden wollen.
Fakten zum Thema Intersexualität:
| Begriffsklärung | S. 2 |
| Zahlen | S. 2 |
| Bisherige Behandlungspraxis | S. 3 |
| Rechtliche Situation | S. 4 |
