Genitalverstümmelung ist eine der schwersten Menschenrechtsverletzungen und muss auf der ganzen Welt durch Aufklärung und Verfolgung der Täter bekämpft werden. Weltweit werden Millionen von Frauen an ihren Genitalien verstümmelt. Bereits kleinen Mädchen, aber auch jugendlichen Frauen, werden unendliche Schmerzen zugefügt, sie werden für ihr ganzes Leben gezeichnet. Zu den lebenslangen Schmerzen und Behinderungen kommen seelische Qualen und der Verlust am sexuellen Erleben.
Auch in Deutschland sind nach Schätzungen von Terre des Femmes etwa 20.000 Frauen und Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen, weitere 5.000 sind davon bedroht. Es ist deshalb notwendig, die Genitalverstümmelung von Frauen auch dadurch zu brandmarken, dass sie ausdrücklich als Fall von schwerer Körperverletzung in das Strafgesetzbuch aufgenommen wird. Aber die Koalition kommt bisher bei dem Thema offenbar nicht voran.
Die Grünen legen daher erneut einen Gesetzesvorschlag im Bundestag vor, der die Genitalverstümmelung als schwere Körperverletzung benennt und auch eine Möglichkeit zur Bestrafung eröffnet, wenn Mädchen dazu ins Ausland verbracht werden. Wir wollen das Thema nicht schon wieder auf die lange Bank schieben und drängen daher auf eine rasche Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag.

