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Fankultur | 14.09.2009

Gegen Gewalt und Diskriminierung

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Bürgerrechte und Fanprojekte stärken

Die Begeisterung für den Sport vereint Millionen von Menschen. Besonders Fußball ruft viel Begeisterung bei den Fans hervor. Allein der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zählt über sechs Millionen Mitglieder in mehr als 25.000 Vereinen. Über 17 Millionen Fans verfolgten allein die Spiele der 1. und 2. Bundesliga in der Saison 2008/09

Fans, Vereine, Polizei und Gesellschaft stehen rechtem und diskriminierendem Gedankengut und Gewalt im Stadion oft hilflos gegenüber, obwohl diese nichts mit Sport und Fankultur zu tun haben sollten. Erschwert wird die Lage dann, wenn Fußballfans als Folge staatlicher Überreaktion pauschal als Sicherheitsrisiko behandelt und ihre Bürgerrechte nicht genügend beachtet werden. Bündnis 90/Die Grünen machen Vorschläge, wie dieser Problematik besser begegnet werden kann.

Rechtes und diskriminierendes Gedankengut ausschließen

Leider gibt es immer auch einige, die Sport als eine Plattform für diskriminierendes und/oder nationalsozialistisches Gedankengut missbrauchen. Erreichten solche Fälle vor einigen Jahren traurige Popularität, belegen aktuelle Studien, dass sich solches verachtende Verhalten der Fans in den Profiligen – besonders im Fußball – zurückentwickelt hat. Dieses erfreuliche Ergebnisbelegt, die zahlreichen Antidiskriminierungskampagnen unterschiedlicher Faninitiativen, Fanprojekte sowie der internationalen und nationalen Fußballverbänden zeigen Wirkung.

Aber noch nicht genug. Denn leider beschränkt sich dieser positive Trend im Wesentlichen auf die Profiligen und sagt wenig über die Einstellungen der Fans im Allgemeinen sowie der der Aktiven aus. Statistiken belegn, dass bei vielen dieser vermeintlichen Fans diskriminierende Einstellungen zum festen Bestandteil der eigenen Identität gehören. Nicht umsonst gibt es noch immer keinen bekennenden Schwulen im deutschen Profifußball. Es traut sich – aus guten Gründen – keiner. Diese verbreitete Ideologie der Ungleichwertigkeit ist die Grundlage für einen unverändert hohen politischen Handlungsbedarf - insbesondere im Fußball.

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