Vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 kämpften sechzehn Spitzenteams um die Frauenfußballweltmeisterschaft. Darunter auch die Favoritinnen aus Brasilien, den USA und Deutschland. Schon jetzt steht fest: Die Frauen-WM war ein Volltreffer auch für Klima, Umwelt und den Frauensport.
Erfolgreicher Auftakt
Das Eröffnungspiel hat unser Team gegen Kanada im ausverkauften Berliner Olympiastadion klar gewonnen. 70.000 Fans waren im Stadion - absoluter Zuschauerrekord für den Frauenfußball! Volle Stadien auch in den anderen Austragungsorten , in Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt/M., Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg. Dazu kommen noch Hunderttausende beim Public Viewing und Millionen auf der ganzen Welt vor den Bildschirmen. Vor wenigen Jahren wäre noch undenkbar gewesen, dass ein Frauensportereignis soviel Aufmerksamkeit findet.
Ein Fest für den Frauensport
Der Frauenfußball hat einen langen Weg hinter sich. Die Zeiten, in der Frauen mit windschiefen Argumenten die Fußballfähigkeit abgesprochen und ihr Sport mit Verboten und Behinderungen belegt wurde, sind vorbei. Der DFB zählt heute über eine Million weibliche Mitglieder. Jedes Wochenende liefern sich Frauen und Mädchen auf tausenden von Fußballfeldern spannende Matches. Die Fußballpionierinnen der vergangenen Jahrzehnte haben einen großen Anteil daran. Steffi Jones, Fatmire Bajramaj und Birgit Prinz sind Vorbilder. Und mit ihren zwei Weltmeister- und 7 Europameistertiteln machen die DFB-Frauen der Männernationalmannschaft gehörige Konkurrenz.
Ein Volltreffer für Klima und Umwelt
Die WM 2011 wird aber nicht nur ein Fest des Frauensports, sondern auch ein Volltreffer für Klima und Umwelt. Das Umweltprogramm Green Goal 2011 hat mit einer Vielzahl von Projekten in den Bereichen Energie, Wasser, Abfall, Mobilität und Catering neue Maßstäbe gesetzt. Stadionbetreiber, Caterer, Verkehrsbetriebe und das Organisationskomitee haben an einem Strang gezogen, um für die erste klimafaire und umweltfreundliche WM zu sorgen. Mit vielen kleinen und großen Projekten – unter anderem Spritspar-Training, regionales und biologisches Catering, Energie- und Wassereffizienzmaßnahmen haben sie das Ziel erreicht. Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und in der grünen Bundestagsfraktion verantwortlich für die Frauen-WM, hat als Beauftragte des Umweltbeirats des DFB an dieser Entwicklung mitgewirkt. Und auch das Projekt Green Goal selbst erfüllt alle Nachhaltigkeitskriterien. Denn im Herbst geht es beim DFB mit einer Klima- und Umweltkampagne weiter!
Frauenfußball ist für die grüne Bundestagsfraktion nicht nur Sport. Er fördert Chancengleichheit und Integration und entfaltet in der auswärtigen Kulturpolitik Möglichkeiten des Dialogs und Austauschs. Für seine Förderung werden wir uns auch nach der WM weiter engagieren. Wir bleiben am Ball!

