Tierheime leisten wichtige und wertvolle Aufgaben und übernehmen mit der Versorgung von Fundtieren Pflichtaufgaben der Kommunen. Ihre weitere Existenz und Arbeitsfähigkeit muss gewährleistet werden. Länder und Kommunen aber auch der Bund sind daher gefragt und müssen unterstützend tätig werden.
Bündnis 90/Die Grünen setzen sich für einen effektiven Tierschutz ein. Durch unseren Antrag "Tierschutz stärken - Tierheime entlasten" wollen wir die Situation der Tierheime verbessern und den Schutz ausgesetzter oder abgegebener Tiere, insbesondere auch streundender Katzen, verbessern.
Die Aufgaben der Tierheime und Tierschutzorganisationen in Deutschland nehmen von Jahr zu Jahr zu. Ihre finanziellen Mittel nicht. Notwendige Erweiterungsinvestitionen müssen unterbleiben, zusätzliches Personal kann nicht eingestellt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sind oft am Ende ihrer physischen und psychischen Kräfte. Ihnen und den von ihnen betreuten Tieren, insbesondere den zahlreichen Katzen, zu helfen, ist Anliegen unseres Antrages.
Es ist höchste Zeit, dass neben Ländern und Kommunen auch der Bund Verantwortung in dieser wichtigen tierschutzpolitischen Frage übernimmt. Die Existenz der Tierheime muss gesichert und das Leiden unzähliger Straßenkatzen beendet werden.
Tierheime müssen unterstützt, klare Regelungen geschaffen werden
Unabdingbar sind neben der finanziellen Unterstützung die Schaffung klarer und verbindlicher Regelungen hinsichtlich des Umgangs mit Tieren, die von den Tierheimen aufgenommen werden. Die Zuständigkeit für die Versorgung, Unterbringung und Kostenübernahme von Fundtieren oder sogenannten herrenlosen Tieren muss bundesweit einheitlich festgelegt werden. Aufgrund unklarer Bestimmungen kommt es hier immer wieder zu Problemen bei der Erstattung der Tierheimkosten durch die Behörden.
Auch die stetig ansteigende Anzahl streunender Katzen in deutschen Städten und Dörfern ist zu einem großen Tierschutzproblem geworden. Die Tiere, die auf die Hilfe und Fütterung von Menschen angewiesen sind, sind häufig unterernährt oder krank. Doch trotz Hunger, Krankheit und Verletzungen vermehren sich die Katzen mit bis zu drei Würfen pro Jahr. Die grundsätzliche Verpflichtung, Katzen, die Zugang ins Freie haben und geschlechtsreif sind, kastrieren zu lassen, könnte hier Abhilfe schaffen. Die Vermehrung von Katzen könnte so deutlich eingedämmt und das Leid der streunenden Tiere gemindert werden. Eine verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung der Tiere würde darüber hinaus sicherstellen, dass eine schnelle Rückvermittlung von Tieren zu ihren Besitzern erfolgen könnte. Dies würde zu einer Entlastung der Tierheime und Behörden beitragen sowie die Anzahl ausgesetzter Tiere verringern.



