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Energieeffizienz | 30.08.2011

Grünes Licht für Energiesparer

Die EU-Mitgliedsstaaten haben schon vor einiger Zeit entschieden: Bis 2012 wird der Verkauf herkömmlicher Glühbirnen stufenweise verboten. Eine gute Entscheidung für das Klima. Nach der 75- und 100-Watt-Birne, endet zum 1. September nun die Produktion und der Handel von regulären 60 Watt Glühbirnen.

Seit 130 Jahren erleuchtet die von Thomas Edison erfundene Glühbirne unseren Alltag. Zu Recht wird nun auf modernere Technik gesetzt, denn das helle Wunder setzt lediglich fünf Prozent des Stroms in Licht um, während 95 Prozent als Wärmeverluste verpuffen. Eine solche Verschwendung können wir uns angesichts knapper Kassen, Klimaerwärmung und steigender Strompreise nicht mehr leisten.

Seit Jahren gibt die Alternative: Energiesparlampen, die bei gleicher Helligkeit rund sechsmal weniger Strom verbrauchen. Inzwischen ist das Angebot groß, im Laden findet man für praktisch jeden Zweck und für jeden Geschmack die richtige Sparlampe. Wer sie konsequent nutzt, kann 50 Euro und mehr im Jahr an Stromkosten sparen.

Alles spricht also für die Sparlampe. Deshalb ist es richtig, dass Glühlampen nach und nach aus den Läden verschwinden. Ohne Glühlampen werden sich die neuen Techniken leichter am Markt durchsetzen und wird das Angebot kontinuierlich besser werden. Dies zeigt sich heute immer deutlicher bei den LED-Lampen, die mit noch weniger Strom auskommen als Sparlampen. Gab es vor dem Beschluss der EU faktisch keine LED-Lampen im Handel, hat sich in den letzten drei Jahren das Bild komplett gewandelt. Immer mehr dieser Energiesparwunder sind heute in den Geschäften zu finden. Die Preise für die LED-Lampen sind gleichzeitig stark gefallen. Dieser massive und schnelle Technologiefortschritt war nur durch das Verbot der konventionellen Glühbirne möglich, die als Platzhirsch umweltfreundliche Innovationen unterdrückte.

Doch auch Sparlampen selbst haben noch Verbesserungspotenziale. Im Alltagsbetrieb entweicht kein Quecksilber aus den Lampen. Aber der – wenn auch niedrige – Quecksilberanteil erfordert besondere Sorgfalt bei der Sammlung und Wiederverwertung ausgedienter Lampen. Heute sind Energiesparlampen auf dem Markt, die mit einer Kunststoffummantelung einen hohen Schutz vor Zerbrechen beziehungsweise dem Entweichen von Quecksilberdämpfen ermöglichen. Eine andere Methode, die geringen Gefahren des Entweichens der Quecksilberdämpfe bei Zerbrechen stark zu minimieren, ist der Einsatz von gebundenem Quecksilber in Form von Amalgam. Diese Technik muss für die Hersteller zum Standard werden.

Auch bei der Rücknahme der Lampen hat sich viel getan. Das von einigen Herstellern initiierte Rücknahmesystem für Energiesparlampen hat es inzwischen geschafft, in Bau- und in Drogeriemärkten Fuß zu fassen. Hier müsste die Information und die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstärkt werden.

Doch weiterhin fehlt die Bereitschaft der Rücknahme bei Discountern und vielen Möbelgeschäften. Dadurch ist gerade auf dem Land der Weg zu einer Rückgabestelle häufig noch viel zu weit. Die Rücklaufquoten sind deshalb noch lange nicht befriedigend. Wir fordern die Bundesregierung auf, wesentlich intensiver als bisher vom Handel die Möglichkeiten einer wohnortnahen Rückgabe einzufordern und gegebenenfalls rechtliche Maßnahme hierfür zu ergreifen. Hier muss jetzt eine verbraucherfreundliche Lösung her, um immer noch vorhandene Vorbehalte gegen Sparlampen abzubauen. Jeder der Energiesparlampen verkauft, muss sie auch zurücknehmen!

 

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