Der Traumurlaub lockt, aber nicht immer läuft alles gewünscht reibungslos und erholsam ab. Verspätungen und Flugausfälle, überbelegte Hotelzimmer und mangelhafte Ausstattung, Ungeziefer und Baulärm beeinträchtigen die schönsten Tage im Jahr erheblich. Besonderen Ärger gibt es auch immer wieder mit sogenannten Billigfliegern.
Reisende brauchen Schutz.
Um so ärgerlicher, dass das bestehenden Reiserecht aufgrund der Vielzahl der Regelungen nicht durchschaubar ist. Einige Rechte werden deswegen gar nicht in Anspruch genommen. Und dann gibt es auch noch beträchtliche Lücken, die es zu schließen gilt. Die grünen Forderungen zum Verbraucherschutz auf Reisen haben wir in einem Antrag dem Bundestag zur Beratung vorgelegt. Der Antrag wurde abgelehnt.
Die Bundesregierung muss sich für besseren und eindeutigen Verbraucherschutz von Reisenden einsetzen.
Mehr als ein halbes Dutzend europäische Rechtsakte verwirren Urlauber, welche Richtlinie jetzt zum Tragen kommt. Die europäischen Rechte für Reisen mit Bahn, Flugzeug, Bus, Bahn oder als Pauschaltourist müssen zusammengeführt und verbessert werden. Wir fordern unter anderem eine Insolvenzabsicherung, bessere Entschädigungsregeln und mehr vorvertragliche Informationspflichten.
Die Bundesregierung darf nicht auf Brüssel warten, um eine Schlichtungsstelle für alle Reiseverkehrsunternehmen verpflichtend zu machen und kostenlose Hotlines sicherzustellen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen ihre Rechte durch Sammelklagen leichter durchsetzen können.
