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Green Car | 11.07.2012

3-Liter-Auto nicht in Sicht

Ein Modell der E-Klasse wird am Fliessband des Werks in Stuttgart betankt.
Noch sind die 3-Liter-Autos nicht in Sicht.

Geht es nach der Autoindustrie, wird das 3-Liter-Auto auch im Jahr 2020 noch nicht Pflicht sein, und das obwohl Volkswagen mit dem Lupo 3L schon 1999 ein serienmäßiges 3-Liter-Auto verkauft hat.

Der CO2-Grenzwert-Vorschlag von 95 g/km (entspricht 4,1 l Benzin oder 3,4 l Diesel/100 km) ist zu wenig ambitioniert. Anreize für mehr Hybrid- und Elektroautos werden damit kaum gesetzt.

Vor allem fehlt ein Folgegrenzwert für das Jahr 2025, der im Einklang mit den mittel- und langfristigen Klimaschutzzielen der EU steht, die nur erreicht werden können, wenn die CO2-Emissionen des Verkehrs massiv gesenkt werden können. Mit einem Folgegrenzwert wäre zudem Planungssicherheit für die Industrie verbunden und das Innovationstempo würde gesteigert.

Wir fordern daher für 2020 einen CO2-Grenzwert von 70 g/km, und für 2025 einen Folgegrenzwert von 50 g/km. Diese 50 Gramm können bereits heute mit Plug-In-Hybriden oder Range Extendern wie dem Opel Ampera erreicht werden. Auch der von BMW entwickelte Super-Sportwagen i 8 wird als Plug-In-Hybrid unter 50 g/km bleiben.

Niedrigere Verbrauchsgrenzwerte schützen das Klima, senken die Abhängigkeit vom Öl und entlasten die Verbraucher. Ein Grenzwert von 70 Gramm würde in etwa eine Halbierung des jetzigen Durchschnittsverbrauchs bedeuten. Nimmt man die durchschnittliche Fahrleistung von 2010 und einen Benzinpreis von 2 Euro im Jahr an, so würde die Ersparnis pro Jahr rund 700 Euro ausmachen.

Wir werden jetzt Druck machen, dass der Vorschlag der EU-Kommission im Verfahren mit dem Rat und dem Europäischen Parlament noch verschärft wird und haben dazu einen Antrag in den Deutschen Bundestag eingebracht.

 

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