Grüne unterstützen Forderung des Europäischen Parlaments
Wir Grüne im Bundestag unterstützen die Forderung des Europaparlaments*, die EU-Holzhandelsverordnung so zu erweitern, dass sämtliches Holz beziehungsweise alle Holzprodukte, die in Europa in Verkehr gebracht werden, aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen müssen. Dazu sollte die EU-Kommission entsprechende Vorschläge zur Ergänzung der EU-Holzhandelsverordnung vorlegen.
2010 hat die EU mit ihrer Holzhandelsverordnung faktisch ein Importverbot für illegal geschlagenes Holz erlassen. Das war ein Riesenerfolg für die Urwaldschutz-Politik, denn illegaler Holzeinschlag ist in vielen Ländern ein großes Problem. Dieser Erfolg war aber erst ein Etappensieg für den internationalen Waldschutz. Denn die Legalität eines Holzeinschlags belegt noch lange nicht, dass Holz statt aus Raubbau aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Weil viele Urwaldländer Lizenzen zur Rodung riesiger Urwaldflächen vergeben, ist das Holz dann zwar legal geschlagen, stammt aber dennoch aus Raubbau. Wenn importiertes Holz beziehungsweise Holzprodukte zukünftig aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen müssen, dann dürfte Holz aus solchen "legalen Kahlschlägen" künftig nicht mehr importiert werden. Das wäre ein weiterer wichtiger Beitrag, um den nach wie vor erschreckend großen Waldverlust von jährlich 13 Millionen Hektar Wald zu minimieren.
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* Entschließung des Europäischen Parlaments vom 11. Mai 2011 zu dem Grünbuch der Kommission über Waldschutz und Waldinformation: Vorbereitung der Wälder auf den Klimawandel (2010/2106(INI)), Drucksachen-Nr. P7_TA-PORV(2011)0226, siehe dort Nr. 22
