Offensive für zukunftsfähige Innovationen
Deutschland ist ein erfolgreiches Industrieland. Wir Grüne wollen, dass das so bleibt. Dafür brauchen wir ein anderes, ein grünes Konzept von Industriepolitik.
Wer Industriepolitik als Bestandsschutz versteht, gefährdet den Bestand. Industriepolitik steht bei den Konservativen und bei vielen Sozialdemokraten heute noch in erster Linie für die Verteidigung veralteter Strukturen, Abschottung, Bestandsschutz und erhaltende Subventionierung. Wir können mit dieser Vernarrtheit in den Status quo nicht viel anfangen. Das traditionelle Industriemodell mit seinem gigantischen Energie- und Rohstoffhunger, seinen immensen Emissionen und einer Ausrichtung auf die Massenfertigung standardisierter Produkte ist nicht zukunftsfähig. Wir stehen vor der Aufgabe, jetzt konsequent die Transformation zu einer emissionsarmen und ressourcensparenden Wirtschaftsweise zu organisieren.
Das zukünftige Umfeld industrieller Produktion unterliegt starken Veränderungen. Neue gewichtige Akteure aus Asien und Lateinamerika haben die Arena betreten. Innovationszyklen beschleunigen sich. Die Vernetzung über Länder-, Sektoren- und Unternehmensgrenzen hinweg nimmt stetig zu. Eine moderne Industriepolitik muss solche Megatrends erkennen, verstehen und darauf reagieren.
Grüne Industriepolitik richtet besonderes Augenmerk auf drei Megatrends:
- Klimaschutz und steigende Preise für fossile Energie und knappe Ressourcen
- Entwicklung zu einer Industriegesellschaft mit hohem Anteil produktionsnaher Dienstleistungen
- demografischer Wandel und Fachkräftemangel.
Anhand von konkreten Branchenbeispielen beschreiben wir, wie grüne Industriepolitik die Veränderung gestaltet. Im Zentrum unserer Politik stehen Innovation und der Wettbewerb um die besten Lösungen. Auch der Blaumann muss grün werden.

- Video mit Fritz Kuhn zu Industriepolitik

