#fairkaufen Dein Warenkorb, Deine Verantwortung!

Dein Warenkorb Deine Verantwortung - fairkaufen!

Was die Arbeitsbedingungen bei Amazon und anderen Internetversandhändlern zeigen, ist die Skrupellosigkeit mit der manche Konzerne jede Lücke im Arbeitsrecht nutzen, um auf dem Rücken von Beschäftigten oder Subunternehmern ihre Gewinne zu maximieren. Von daher müssen die Konsequenzen über Von der Leyens Ankündigungspolitik und Einzelfallintervention hinausgehen.

Wirkliche Verbesserungen lassen sich nur erreichen, wenn sowohl von Seiten des Gesetzgebers als auch von Seiten der Kundinnen und Kunden Druck auf Unternehmen aufgebaut wird, die ihre Beschäftigten nicht anständig behandeln.

Politisch ist die Antwort klar: Wir brauchen deutliche Leitplanken im Arbeitsmarkt. Dazu gehört natürlich ein allgemeiner Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde, aber auch eine konsequente Gleichbehandlung- und Gleichbezahlung von Stammbeschäftigten und Menschen in Leiharbeit. Lohndumping mithilfe von Werkverträgen oder scheinselbständigen Subunternehmern müssen wir unterbinden.

Allerdings ist auch klar: Mit Merkels Regierung wird sich politisch in dieser Richtung nichts bewegen. Umso wichtiger ist, dass sich jeder Verbraucher und jede Verbraucherin ihrer individuellen Verantwortung bewusst werden.

Grundlagen einer guten Kaufentscheidung:

  • Wie, wo und von wem wurde das Produkt produziert?
  • Wie und von wem wird das Produkt verpackt und transportiert?
  • Wie und wo wird das Produkt entsorgt und wer tut das?

Dabei sind folgende soziale Aspekte entscheidend:

  • Werden Branchenmindestlöhne oder Tariflöhne gezahlt?
  • Ist Kinderarbeit und Ausbeutung ausgeschlossen?
  • Dient die Leiharbeit wirklich nur zum Abfedern von Auftragsspitzen?
  • Werden LeiharbeiterInnen anständig bezahlt und fair behandelt?
  • Sind Werkverträge, Praktika und Subunternehmer gerechtfertigt oder dienen sie dem Dumping von Lohn- und Arbeitsbedingungen?

Das sind Fragen, die einzelne VerbraucherInnen kaum selbst beantworten können. Für gute Entscheidung braucht es Transparenz, aber auch Unterstützung von ExpertInnen. Gute Hilfestellung bieten Gewerkschaften und Verbraucherschutzverbände. Außerdem können Gütesiegel den bewussten Einkauf erleichtern.

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2 Kommentare
Ihr habt gut reden,
grün macht arm 22.02.2013

ihr könnt euch Waren mit allen möglichen Gütesiegeln
leisten, im Glauben, ihr tut was für die soziale Gerechtigkeit, das Klima, die Umwelt etc.
Andererseits fahrt ihr in schweren SUVs herum, oder fliegt mit dem Hubschrauber.
Das Volk, das ihr mit eurer agenda 2010 und der EU-Politik arm gemacht habt muß sehen, wie es sich ernährt, da bleibt kein Geld für Schicki-Micki-Ökofood.

Nicht Luxus, sondern Zukunft 02.03.2013

"Ökofood" ist nicht Schicki-Micki. Ich bin Studentin (und finanziere mich selbst, ohne Geld vom Staat, wenig von der alleinerziehenden Mutter) und kaufe Bio und FiarTrade aus Überzeugung. Es geht, wenn man will. Ich habe kein Auto, esse nur wenig Fleisch, lege keinen Wert auf Statussymbole. Klar, gibt es Menschen, für die Bio wirklich nicht bezahlbar ist, aber die breite Maße könnte, wenn sie wollte. Und immer mehr wollen!

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