Gestapelte Container

Freihandel

Fairer Handel kann Wohlstand befördern. Durch sinnvolle weltweite Arbeitsteilung und Spezialisierungsprozesse, Ausnutzung lokaler Gegebenheiten und eine Weiterverbreitung nachhaltiger Innovationen und Technologien kann er dazu beitragen, Produktions- und Verteilungsprozesse sozial und ökologisch auszurichten und die Lebensbedingungen aller Menschen zu verbessern. Handel hat enorm zum Wohlstand vieler Länder auf der Welt beigetragen, insbesondere auch in Deutschland.

Dies gilt jedoch nicht für alle Länder und Bevölkerungsgruppen. Zur Wahrheit gehört auch, dass der weltweite Handel das Wohlstandsversprechen für viele Menschen auf der Welt derzeit nicht einlöst. Länder, deren Wirtschaft nicht weit genug entwickelt ist, fallen noch weiter zurück, anstatt aufzuholen. ArbeitnehmerInnen und ProduzentInnen verlieren durch den Import ausländischer Güter ihre Arbeitsmöglichkeiten, ohne adäquaten Ersatz finden zu können. So bringt die Intensivierung von Handelsbeziehungen auch immer wieder VerliererInnen hervor und zerstört die Lebensgrundlage von Menschen. Insbesondere hohe Ungleichheit an Vermögen, Einkommen und Entwicklungschancen weltweit, negative Auswirkungen auf Entwicklungsländer und die Verschlechterung sozialer und ökologischer Standards durch die Konkurrenz um die jeweils niedrigsten Produktionskosten haben das Vertrauen in den Welthandel erschüttert. Die extreme Machtkonzentration in einigen Bereichen des internationalen Handels, zum Beispiel in den Agrar- und Rohstoffsektoren, führen den Begriff des Freihandels ad absurdum.

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