Massentierhaltung Keime im Grillfleisch

Auf einem Grill liegen mehrere Fleischstücke.

Die jüngsten Tests von Grillfleisch im Auftrag der grünen Bundestagsfraktion belegen, dass antibiotikaresistente Keime (MRSA) auf Grillfleisch zu finden sind. Die Folgen der Massentierhaltung gefährden die VerbraucherInnen unmittelbar.

Von 28 Proben in 13 Städten Deutschland wurden 4 Proben positiv getestet. Das entspricht 14 Prozent der Fälle. In die Tests (pdf) einbezogen waren Grillfleisch vom Huhn, von der Pute, vom Schwein und vom Rind in unterschiedlichen Zubereitungen und von unterschiedlichen Anbietern.

Münster, Kiel, Berlin

Von den positiven Proben kamen zwei aus Münster, eine aus Kiel und eine aus Berlin. In einem Fall handelte es sich um Huhn, in einem Fall um Pute und in zwei Fällen um Schweinefleisch.

Die Probenentnahme war stichprobenmäßig angelegt. Das heißt, die Untersuchung ist nicht regional repräsentativ. Der Umfang von positiven Testergebnissen lässt aber eine grobe Orientierung über die Belastung von Grillfleisch mit antibiotikaresistenten Keimen zu.

Die Ergebnisse zeigen erneut, dass mit dem Einsatz von Antibiotika in der industrialisierten Tierhaltung ein Pulverfass existiert, dessen Größe nicht abzuschätzen ist und das jederzeit explodieren kann.

Gefahr für den Menschen

Die Untersuchungsergebnisse müssen vor dem Hintergrund des gleichzeitigen Einsatzes von Antibiotika in der Humanmedizin betrachtet werden. Antibiotikaresistente Bakterien stellen eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Der Einsatz in der industrialisierten Tierhaltung befördert die Resistenzbildung und das so erzeugte Fleisch gefährdet die VerbraucherInnen.

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