Für ein bürgerschaftliches Engagement, dass in unser aller Leben passt!

1. Grüne Wurzeln im bürgerschaftlichen Engagement

Gründung und Geschichte der Grünen sind eng verknüpft mit der Selbstorganisation von Bürgerinnen und Bürgern in Bewegungen, Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen. Die Grüne Partei hat ihre Wurzeln im lokalen und globalen Engagement, der Frauen-, der Anti-AKW-, der Bürgerrechts- und Friedens- oder der Eine-Welt-Bewegung. Grüne (Reform)Politik erhält bis heute wesentliche Anstöße aus diesen Bereichen. Mit Grüner Engagementpolitik zielen wir darauf, Zeit für Engagement zu ermöglichen, die Potentiale und Ressourcen der engagierten Bürgerinnen und Bürger zu stärken (Empowerment), sie zur Kritik an problematischen und überholten Strukturen zu ermuntern und alternativer Ansätze des gesellschaftlichen Lebens auszuprobieren. Dies macht häufig eine Abgrenzung zu staatlichen Strukturen und großen Organisationen und Wohlfahrtsverbänden erforderlich.

Dennoch existieren zu den hinter diesen Großorganisationen liegenden Ansätzen auch Berührungspunkte und Überschneidungen: Dass gesellschaftliche Aufgaben, wenn möglich und sinnvoll, durch Selbstorganisation erfolgen sollten, teilen wir mit dem aus der katholischen Soziallehre kommenden Ansatz der Subsidiarität. Teilhabe und (Chancen-)Gerechtigkeit sind für uns zentrale Aspekte in einem "ermöglichendem Sozialstaat". Die persönlichen Freiheiten jedes und jeder Einzelnen und die Beteiligungsmöglichkeiten spielen dabei zusammen. Damit unterscheiden wir uns vom linken zentralistischen und vom konservativen paternalistischen Sozialstaat.

In dieser Weise ist auch heute noch unser politisches Handeln geprägt.

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