Arktis Schutz statt Ausverkauf

Durch die fortschreitende Erderwärmung wird das Eis in den arktischen Regionen weiter schmelzen. Das weckt Begehrlichkeiten zur Ausbeutung der Region. Russland, die USA, Kanada, Norwegen und Dänemark beanspruchen Gebiete rund um den Nordpol (Grafik siehe Bildergalerie oben) und planen verstärkte Aktivitäten im Abbau von Rohstoffen. Die Seeschifffahrt plant, die kürzeren Handelswege zwischen Europa und Asien über die Arktis vermehrt zu nutzen.

Eine grenzenlose Ausbeutung der arktischen Region darf es nicht geben

Auch viele Projekte zur Öl- und Gasförderung (Grafik siehe Bildergalerie oben) wurden in den vergangenen Jahren begonnen. Sicherheitsvorkehrungen gibt es kaum. Das dünn besiedelte Gebiet ist auch im Fall von Havarien schlecht zugänglich. Eine grenzenlose Ausbeutung der arktischen Region darf es nicht geben. Dazu ist die Region zu sensibel. Daher müssen wir dringend Schutzgebiete ausweisen (Grafik siehe Bildergalerie oben), in denen keine menschlichen Aktivitäten stattfinden dürfen.

Schiffsabgase werden Schmelzvorgang noch beschleunigen

Die zukünftigen Nutzungsmöglichkeiten sind immens: So sollen Schifffahrtsrouten (Grafik siehe Bildergalerie oben) bei zunehmender Eisfreiheit durch arktische Regionen führen. Diese Routen sind deutlich kürzer als Verbindungen auf dem bisherigen Weg zwischen Europa und Asien. Probleme werden nicht nur durch Schiffsunglücke befürchtet, sondern auch durch die Schiffsabgase, deren Ablagerungen auf dem Eis den Schmelzvorgang noch beschleunigen.

Grüne im Bundestag für Schutz der arktischen Gewässer

Auch durch weitere wirtschaftliche Nutzungen in der Region, etwa durch Fischerei oder Energiegewinnung (Atomkraftwerke), ist das ökologische Gleichgewicht der Arktis in seiner bisherigen Form bedroht. Wir haben im April eine Kleine Anfrage zu Nutzung und Schutz der arktischen Gewässer eingebracht, außerdem haben wir uns im Zuge der Nachhaltigen Entwicklungsziele mit der Arktis beschäftigt.

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