Grüner Solargipfel Zweite solare Gründerzeit

Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim grünen Solargipfel in Berlin.
Grüne Bundestagsabgeordnete trafen sich am 4. Dezember 2015 mit Vertretern der Solarbranche zum "grünen Solargipfel". Aus der grünen Bundestagsfraktion waren mit dabei (Bildmitte, von links nach rechts) die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Kerstin Andreae und Oliver Krischer, der Fraktionsvorsitzende Toni Hofreiter und die energiepolitische Sprecherin Julia Verlinden.

Die Photovoltaik steht vor dem Durchbruch zur weltweit dominanten Form der Stromerzeugung. Das unter der rot-grünen Bundesregierung im Jahr 2000 geschaffene Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ist der Grundstein für diesen Erfolg. Die zunehmende Verbindung mit Speichertechnologien wird den globalen Boom weiter befördern und die globalen Absatzmärkte weiter anwachsen lassen – erst recht durch die zunehmende Digitalisierung der Energiewende. Die Frage ist nicht mehr, ob die Photovoltaik die Zukunft ist, sondern wer von ihr profitieren wird und wie stark. Doch während andere Nationen Photovoltaik massiv ausbauen, haben die verschiedenen schwarz-roten und schwarz-gelben-Regierungen der vergangenen Jahre die Photovoltaik in Deutschland massiv ausgebremst. Der Ausbau in Deutschland ist beinahe komplett zusammengebrochen, über 50.000 Jobs gingen in kurzer Zeit verloren.

Dies will die grüne Bundestagsfraktion nicht akzeptieren. Um das Klima nachhaltig zu schützen und die Energiewende voranzutreiben ist der weitere ambitionierte Ausbaupfad für Photovoltaik unerlässlich. Schon heute ist die Einspeisevergütung von Solaranlagen billiger als der Bau neuer und klimaschädlicher Kohle- oder Gaskraftwerke. Wir bekennen uns klar zur Solarbranche. Denn wir sind die einzigen mit dem klaren Ziel von 100 Prozent Erneuerbaren Energien in Deutschland – und davon so viel wie möglich dezentral und in den Händen der Bürgerinnen und Bürger. Dieses Bekenntnis haben wir auch auf dem grünen Solargipfel mit unserem Papier Auf in eine zweite Solare Gründerzeit zusammen mit der Solarbranche bekräftigt.

Es gibt gute Gründe

Die Photovoltaik ist günstig und akzeptiert in der Bevölkerung. Sie führt zu lokaler Wertschöpfung und sie kann in Kombination mit Speichern zunehmend auch für die Systemstabilität etwas leisten. Auch hat die Photovoltaik gezeigt, welche großen Kostensenkungen bei einer neuen Technologie möglich sind, wenn man sie mutig fördert und fordert.

Die Bundesregierung schwimmt also komplett gegen den weltweiten Strom: Sie deckelt die Photovoltaik, sie belastet sie mit einer extra „Sonnensteuer“ – der EEG-Umlage auf selbstverbrauchten Strom – und sie hat den Unternehmen nicht annähernd so viel Anteilnahme oder gar Hilfe zukommen lassen, wie Kohlekonzernen oder Autobauern. Das wollen, das werden wir ändern.

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