Ethical Fashion Show und Greenshowroom Ökologische und nachhaltige Mode

Im Berliner Postbahnhof hat das Messeduo aus Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom mit 166 Ausstellern einen Beteiligungsrekord aufgestellt. Im Trend liegen laut Veranstalter die hochwertige Verarbeitung von edlen Materialien gepaart mit traditionellem Handwerk und Schneiderkunst sowie lässige Styles mit Anleihen aus den 70er und 90er Jahren.

Aus grüner Sicht besonders interessant: Ein neues Outdoor-Areal greift das Thema Kreislaufwirtschaft auf und präsentiert Beispiele für den Umgang mit chemisch oder mechanisch recycelten Rohstoffen. Die Messe zeigt, dass mit fairen und ökologisch sauberen Produktionsverfahren Mode entstehen kann, die in allen Belangen mit konventionellen Produkten konkurrieren kann. Davon haben sich auch Katrin Göring-Eckardt und Renate Künast bei ihrem Messerundgang überzeugen können.

Was habt ihr von der Modefachmesse mitgenommen?

Katrin Göring-Eckardt: Renate und ich hatten eine Menge Spaß. Bummeln und Politik in Kombination – das könnte ich öfter haben. Ich habe festgestellt, dass ökologische Mode immer populärer wird. Sie ist schön und bezahlbar und es gibt sie mittlerweile sowohl für den Casual- als auch für den Businessbereich, also für alle Gelegenheiten.

Renate Künast: Jedes Mal, wenn ich die Messe besuche, freut es mich zu sehen, was für schicke Teile es gibt und dass sich nachhaltige Mode immer mehr am Markt behaupten kann, weil die Nachfrage steigt.

Renate, du kennst dich aus, warst in Bangladesch und hast die Produktionsbedingungen der konventionellen Branche gesehen. Was macht die ökologische Modebranche besser und worauf muss man achten?

Renate Künast: Ökologische Mode ist das Flagschiff der Veränderung. Klar ist, der gesamte Modebereich wird seinen Beitrag zu globaler Gerechtigkeit und Umweltschutz leisten müssen. Denn wie bei Lebensmitteln werden die Verbraucherinnen und Verbraucher immer kritischer.

Ist Mode ein grünes Thema?

Katrin Göring-Eckardt: Unsere grüne Kompetenz liegt ja gerade bei Umwelt und Klimaschutz und deshalb werden wir von Lebensmitteln bis zur Herstellung von Kleidung immer darauf achten, dass kein Raubbau betrieben wird, aber auch dass die Menschrechte gewahrt werden. Wir fangen also bei den Rohstoffen für die Kleidung an und fragen zum Beispiel, ob beim Baumwollanbau Gentechnik oder Pestizide eingesetzt werden.

Was will die Fraktion in Sachen „nachhaltiger Mode“ unternehmen?

Renate Künast: Wir arbeiten gerade an einem Antrag, mit dem wir die Textilunternehmen verpflichten wollen, ihre gesamte Produktions- und Lieferkette offenzulegen.

Mehr zum Thema Verbraucherschutz

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4397862