Biologische Vielfalt Glyphosat tötet Pflanzen und Tiere

Ein Totalpestizid macht keinen Unterschied zwischen einem „Unkraut“ und einem nützlichen Beikraut. Es tötet undifferenziert alle Grünpflanzen ab und damit eben auch diejenigen, die für Insekten und andere wildlebende Tiere überlebenswichtig sind. Monotone Äcker, fehlende Wildkräuter und Landschaften ohne das Summen der Insekten und Zwitschern der Vögel sind die Folge.

Totenstille auf Glyphosatäckern

Es ist still geworden auf unseren intensiv bewirtschafteten Äckern. Feldvogelarten, wie das Rebhuhn, die Goldammer und Feldlerche sind kaum noch zu finden. Das Rebhuhn ist in seinem Bestand seit 1980 um 94 Prozent zurückgegangen und steht auf der roten Liste als stark gefährdet. Die intensive Anwendung von Glyphosat, als meist verkauftes Pflanzenvernichtungsmittel, entzieht den Vögeln die Nahrungsrundlage insbesondere in der Brutzeit.

Studien belegen den Zusammenhang zwischen den Ackergiften und dem Artenrückgang. Zwar ist es nicht einfach, den Einfluss von Pestiziden auf die biologische Vielfalt im Vergleich zu anderen Faktoren der intensiven industriellen Landwirtschaft herauszufiltern, aber eine europaweite Studie von 2010 zeigte, dass von dreizehn untersuchten Faktoren der landwirtschaftlichen Intensivierung, der Gebrauch von Pestiziden die schädlichsten Auswirkungen auf die Biodiversität hatte.

Auch das Umweltbundesamt identifiziert die Ackergifte wie beispielsweise Glyphosat als wesentliche Gefährdungsursache für die Artenvielfalt und die Nahrungskette. Das Gift ist maßgeblich für den fortlaufenden Rückgang der Bestände der Feldvogelarten und anderen Tieren mitverantwortlich. Das Umweltbundesamt sagt deutlich, dass das derzeitige Risikomanagement zum Schutz der biologischen Vielfalt nicht ausreicht, um die negativen Auswirkungen von Herbiziden wie Glyphosat zu begegnen. Selbst die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA), die zwar uneinsichtig ist, wenn es um die Krebsgefahr von Glyphosat für den Menschen geht, schreibt in ihrem Bericht von hohen langfristigen Risiken für pflanzenfressende Säugetiere (zum Beispiel auch Nutztiere wie Kühe und Schafe) aber auch wildlebende Tierarten(zum Beispiel Vögel und Maulwürfe).

Grüne Forderung: Glyphosat muss vom Acker

Zum Schutz der Artenvielfalt und aus Gründen des Vorsorgeprinzips muss Glyphosat vom Acker verschwinden. Die EU muss einen Freifahrtschein für Glyphosat für die nächsten 15 Jahre stoppen und die Neuzulassung von Glyphosat verhindern.

Mehr Informationen zum Thema Glyphosat.

Mehr zum Thema Biologische Vielfalt Naturschutz

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4398423