Wildtierschutz Keine Wildtiere in den Zirkus

TierschutzaktivistInnen wollen mit ihrer Aktion auf das Leid von Wildtieren im Zirkus aufmerksam machen. Der Bundesrat hat beschlossen Wildtiere im Zirkus zu verbieten. Jetzt muss Landwirtschaftsminister Christian Schmidt den Beschluss umsetzen.

Elefanten, die einen Kopfstand machen oder Bären, die Fahrrad fahren – das ist Tierquälerei und muss endlich der Vergangenheit angehören. Wilde Tiere haben im Zirkus nichts zu suchen. Sie werden häufig in viel zu kleinen Gehegen und Käfigen gehalten und leiden unter den Transportbedingungen.

Dieses Bewusstsein ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Zwei Drittel der deutschen Bevölkerung lehnen die Haltung von Wildtieren in Zirkussen ab. Zu Recht! Gemeinsam mit Tierschützern fordern wir seit langem ein Haltungsverbot bestimmter wildlebender, nicht domestizierter Tierarten im Zirkus. Dadurch würde nicht nur der Tierschutz deutlich gestärkt, sondern auch der praktische Vollzug erleichtert.

Bundesratsbeschluss umsetzen

Der Bundesrat hat aktuell auf Initiative Hessens erneut einen Vorstoß gemacht, bestimmte Wildtierarten in Zirkusunternehmen zu verbieten. Schon 2003 und 2011 hat der Bundesrat ähnliche Beschlüsse gefasst. Auch die grüne Bundestagsfraktion haben bereits mehrfach gefordert, Wildtiere im Zirkus zu verbieten. Wie so oft im Tierschutz haben sich hier vor allem die CDU und CSU als Bremsklotz erwiesen und sich, wegen der „leuchtenden Kinderaugen“, gegen mehr Tierschutz gesträubt.

Doch CSU-„Tierschutz“minister Christian Schmidt muss endlich liefern, wenn er sein Versprechen wahrmachen will, dass es den Tieren am Ende dieser Wahlperiode besser gehen soll. Den Vorstößen des Bundesrates und dem Willen der (teils auch CDU-regierten) Bundesländer darf er sich nicht weiter entziehen.

In Ländern wie Österreich, Großbritannien oder Bulgarien ist die Wildtierhaltung in Zirkussen bereits seit Jahren verboten. Wir wollen die Qual der Wildtiere im Zirkus in Deutschland beenden. Und, keine Sorge vor Langeweile - es gibt Zirkusunternehmen, die allein durch ihre Akrobaten und Showeinlagen überzeugen.

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1 Kommentar
Die Grünen haben Probleme
Gast***** 09.04.2016

Was wollen die Grünen denn machen?
Alle Zirkustiere sofort in der Stadt frei herumlaufen lassen?
Dem fahrenden Volk den Geldhahn zudrehen? (Waren die Grünen nicht immer die Schirmherren der Nichtsesshaften aus Südost-Europa?)

Irgendwann fordern die Grünen "Der Zirkus ist bunt" und verlangen eine "offene Zirkusgesellschaft". Käfige sind dann verboten (keine Abschottungspolitik) und die Löwen, Tiger und Pferde "teilen" dann "ihre Heimat" und sind gemeinsam untergebracht. Mal sehen wie das ausgeht.

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