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AbgasskandalAbgasversuche an Menschen und Affen

Dieselaffäre, Kartellvorwürfe und jetzt umstrittene Tests an Affen und Menschen. Die Autolobby hat ihren nächsten Skandal. "Ich finde das skrupellos, um es in aller Klarheit zu sagen", so Oliver Krischer in einer von uns beantragten Aktuellen Stunde am 2. Februar 2018. Wir fordern rasche Aufklärung.

Mit einer in den USA in Auftrag gegebenen Studie wollte VW beweisen lassen, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Dabei wurden Affen bei Tests gezielt Schadstoffen ausgesetzt. Der Autolobbyverein EUGT, welcher durch VW, Daimler, BMW und Bosch finanziert wurde, hat zudem Tests an Probanden an der Uniklinik Aachen durchgeführt. Dazu hat der Lobbyverein eine Kurzzeit-Inhalationsstudie mit Stickstoffdioxid (NO₂) an 25 Versuchspersonen finanziert.

Autoindustrie verharmlost die Gefahr von Stickoxiden

Statt Autos sauber herzustellen, hat die Autoindustrie mit pseudo-wissenschaftlichen Tier- und Menschenexperimenten versucht, die Gefahr von Stickoxiden zu verharmlosen. Wir finden: Menschen und Tiere derart gesundheitsgefährdenden Abgasen auszusetzen ist inakzeptabel und darf sich nicht wiederholen. Die Versuche sind menschenverachtend und erzeugen unnötiges Tierleid.

Derartige ethikfreie Forschung von Weltkonzernen ist hochproblematisch. Generell muss die Anzahl der Tierversuche auf ein absolutes Minimum reduziert und Tierleid maximal verringert werden. Kontrollmechanismen gehören verbessert und technische Ersatzmethoden verstärkt genutzt. Union und SPD müssen nun schnell aufklären, ob es vom Bund eine staatliche Förderung an den Lobbyverein EUGT.

Hat der Bund den Lobbyverein EUGT gefördert?

Dass der Beirats-Vorsitzende des Lobbyvereins, Professor Greim, der die Tier- und Menschenversuche verantwortet, der Sachverständige der großen Koalition im Abgasuntersuchungsausschuss war und auch dort die Gefahr von Stickoxiden kleinredete, spricht für sich. Die Verharmlosung von Stickoxiden durch Herrn Greim war erfolgreich, denn sie hat am Ende sogar Eingang in den Abschlussbericht der großen Koalition beim Untersuchungsausschuss Abgas gefunden.

Damit wird dieser Skandal auch zum Thema für die Bundesregierung. Wir fordern die Bundesregierung auf, hier schnell für Aufklärung zu sorgen. Dazu hatten wir eine Aktuelle Stunde im Bundestag mit dem Titel ‚Haltung der Bundesregierung zu Abgasversuchen an Menschen und Affen‘ beantragt.

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