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PestizidreduktionBienen schützen - Neonikotinoide verbieten

Das teilweise Verbot einiger Neonikotinoide ist ein erster richtiger Schritt. Eigentlich brauchen wir eine konsequent-giftfreie Landwirtschaft, um Insekten und insbesondere Bienen zu schützen.

Am 27. April 2018 stimmen die EU-Mitgliedstaaten über einen Vorschlag der EU-Kommission zu bienengiftigen Pestiziden ab, den so genannten Neonikotinoiden. Drei Wirkstoffe dieser Pestizidgruppe sollen für den Gebrauch im Freiland verboten werden.

Verbot von Neonikotinoiden ist überfällig

Ein solches Verbot ist überfällig. Neonikotinoide sind die meistverwendete Insektizidklasse weltweit. Mit ihnen wird unter anderem Saatgut behandelt („gebeizt“). Für Bienen und andere Bestäuber sind diese Pestizide aber hochgradig giftig – und zwar bis zu 7300-mal toxischer  als DDT. Schon in extrem geringen Nanogramm-Mengen schaden „Neoniks“ dem Orientierungssinn, dem Lernverhalten, der Fortpflanzung und dem Immunsystem von Wild- und Honigbienen.

Der Schaden, den Neonikotinoide anrichten, ist wissenschaftlich vielfältig belegt. Zuletzt hat die EU-Risikobewertungsbehörde die Risiken für drei Neonikotinoide (Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam) bestätigt.

Vorschlag der Kommission: Gut, aber noch nicht gut genug

Der Antrag der grünen Bundestagsfraktion hat das Ziel, die Bundesregierung auf eine Unterstützung des Kommissionsvorschlages zu verpflichten. Wir wollen damit eine Wiederholung des Glyphosat-Debakels verhindern. Die Bundesregierung muss diesmal zeigen, dass es ihr mit dem Schutz von Bienen und Bestäubern ernst ist.

Klar ist aber auch: Das Verbot von drei Wirkstoffen reicht nicht – vor allem dann nicht, wenn bereits neue Neonikotinoide der Zulassung harren. Insekten schützen heißt: Wir brauchen ein Verbot für alle Neonikotinoide und wirkungsähnlichen Stoffe; neue Zulassungen dürfen nicht erfolgen.

Wir brauchen dringend deutschlandweit eine Gesamtstrategie, um Pestizide endlich vom Acker zu bekommen.

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