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Gegen TierleidFrohe Ostern auch für Hähne

Über 420 Millionen Küken wurden in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland allein deshalb getötet, weil sie männlich sind. Legerassen werden heutzutage auf Hochleistung gezüchtet und geben bis zu 290 Eier pro Jahr. Da die Hähne keine Eier legen, aber auch zu wenig Körpermasse ansetzen, als dass sie im Vergleich mit fleischgebenden Rassen mithalten könnten, werden sie am Tag des Schlupfes mit Kohlendioxid oder in einer Art Häcksler getötet.

Kein Töten aus wirtschaftlichen Gründen

Diesen ethischen Missstand wollen wir abstellen. Es darf nicht sein, dass jährlich über 42 Millionen männlicher Küken wegen mangelnder Rentabilität sterben müssen!

Eine Initiative unseres grünen Landwirtschaftsministers Johannes Remmel in Nordrhein-Westfalen, das Kükentöten aus ökonomischen Gründen zu verbieten, wurde leider gerichtlich gestoppt. Im Tierschutzgesetz fehle dafür eine Ermächtigungsgrundlage.

Minister Schmidt muss „Kükenschreddern“ beenden

Damit ist der Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt in der Pflicht. Mit unserem Antrag „Männliche Eintagsküken leben lassen“ fordert die Bundestagsfraktion von Bündnis ´90/Die Grünen die Bundesregierung auf, einen Entwurf vorzulegen der im Tierschutzgesetz klarstellt, dass das Töten von Eintagsküken beendet werden muss. Alternativen wie die Zucht von „Zweinutzungsrassen“, die ausreichend Eier legen und für die Mast geeignet sind, müssen stärker gefördert werden. Auch die Früherkennung des Geschlechts der Hühnerembryos im Ei muss schnell verfügbar und für alle Brütereien bezahlbar sein – nicht nur für die ganz großen!

Osterkarte: It’s a boy!

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