KonferenzSackgasse Pestizide

Anton Hofreiter eröffnete die Konferenz.

Gleich zu Beginn der Konferenz „Sackgasse Pestizide“ bringt es Anton Hofreiter auf den Punkt: „Eine Million Tonnen Pestizide, die jährlich auf deutsche Äcker gelangen, sind viel zu viel.“ Der Fraktionsvorsitzende der grünen Bundestagsfraktion kritisiert den übermäßigen Einsatz von Pestiziden scharf. Folgerichtig stand die Konferenz der grünen Bundestagsfraktion im Rahmen der Grünen Woche und der „Wir haben es satt“-Demonstration unter dem Motto „Wie wir die Chemie vom Acker bekommen“. Am 16. Januar 2016 diskutierte die grüne Bundestagsfraktion mit über 300 Gästen aus (Land-)Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft über Probleme von und Alternativen zum Pestizideinsatz.

Laut einer Studie der WHO-Krebsforschungsagentur (International Agency for Research on Cancer IARC) ist über die Nahrung aufgenommenes Glyphosat-Herbizid „wahrscheinlich krebserregend“. Pestizide stellen eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit und die Tier- und Pflanzenwelt dar: Artenvielfalt und Bestandspopulationen, insbesondere auch bei Nützlingen, gehen zurück. Daher fordert die grüne Bundestagsfraktion einen verbindlichen Pestizid-Reduktionsplan und mehr Forschungsgelder für alternativen Pflanzenschutz.

Auf vier Foren diskutierten die grünen Bundestagsabgeordneten Harald Ebner, Friedrich Ostendorff, Nicole Maisch und Bärbel Höhn mit Experten über die Konsequenzen des Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft. Dabei wurden zentrale Themen, wie Artenrückgang, Rückstände in Lebensmitteln und Zulassungsverfahren behandelt.

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