KonferenzSackgasse Pestizide

Anton Hofreiter eröffnete die Konferenz.

Seite 4: Forum 3: „Chemiecocktail auf unseren Tellern- Pestizidrückstände in Lebensmitteln“

Nicole Maisch, verbraucherpolitische Sprecherin, diskutierte mit drei ExpertInnen: Professorin Dr. Sabine Kulling, Leiterin des Instituts für Sicherheit und Qualität bei Obst und Gemüse am Max-Rubner-Institut, Johannes Doms, Mitglied der Geschäftsführung von HiPP (Bio Babynahrung) und Professor Dr. Rolf Altenburger, Leiter der Abteilung Bioanalytische Ökotoxikologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung. In den Statements und in der Diskussion ging es um die Nachweisbarkeit und die gesundheitlichen und ökologischen Auswirkungen insbesondere von „Cocktaileffekten“. Diese sogenannten Kombinationseffekte mit schädlicher Wirkung entstehen durch Anwendung verschiedener Pestizide, mehrere Wirkstoffe in einem Produkt, Tankmischungen, oder Spritzfolgen.
Deutlich wurden der hohe Aufwand, der betrieben werden muss, um pestizidfreie Lebensmittel zu erzeugen und die langwierigen Prozesse, die es braucht bis Forschungsergebnisse zu Konsequenzen führen. Im Ergebnis waren sich alle TeilnehmerInnen des Forums einig: Das Thema der Pestizidrückstände hat große Bedeutung und braucht mehr Aufmerksamkeit, insbesondere hinsichtlich der Mehrfachbelastungen. Es müssen mehr Forschungsgelder fließen, verbindliche Grenzwerte für Mehrfachbelastungen geschaffen werden. Auch die Ausbildung von LandwirtInnen muss darauf ausgerichtet werden, dass sich der Einsatz von Pestiziden erheblich reduziert.

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