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FlüchtlingsintegrationKlare Perspektiven bieten

Flüchtlingen muss der Weg in die Unternehmen offenstehen.Dort lernen sie den deutschen Arbeitsalltag, Gepflogenheiten und Berufe kennen und können Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen sowie Kolleginnen und Kollegen kennenlernen.

Viele Geflüchtete bleiben viel zu lange nach ihrer Ankunft ohne Beschäftigung. An Sprachkursen und arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen können schon während des Asylverfahrens nur Menschen aus wenigen Ländern teilnehmen: Syrien, Irak, Iran, Eritrea und Somalia.

Afghanische Flüchtlinge sind beispielsweise weiter systematisch ausgeschlossen. Wie viele andere bleiben sie ohne Förderung, egal wie qualifiziert und motiviert sie sind. Viele von ihnen werden bei uns bleiben. Oft dürfen sie nicht einmal den Alltag in ihren Unterkünften mitgestalten und organisieren. Die Folge sind bei nicht wenigen Frust, Spannungen und Demotivation.

Das von der Bundesregierung mit großen Worten angekündigte und durchgesetzte Integrationsgesetz führt nicht zu einer tiefgreifenden Verbesserung der Situation der Flüchtlinge. Ganz im Gegenteil: Die Spaltung zwischen Personen mit guter und vermeintlich schlechter Bleibeperspektive wird weiter verstärkt, auch wenn die Asylverfahren immer noch viele Monate dauern und die Betroffenen zum Nichtstun gedrängt werden.

100.000 Plätze in flexibler und betriebsnaher Einstiegsqualifizierung

Deshalb wollen wir Grünen im Bundestag unverzüglich 100.000 Plätze in einer flexiblen und betriebsnahen Einstiegsqualifizierung schaffen. Die Einstiegsqualifizierung kann je nach Bedarf mit Sprachkursen, sozialpädagogischer Betreuung, Beratungs- und Qualifizierungsangeboten kombiniert werden. Wenn Zeugnisse und Nachweise fehlen, können auch berufspraktische Kompetenzen festgestellt werden. Durch dieses Baukastensystem ohne starre Altersgrenzen kann jeder Geflüchtete passgenau auf dem Weg in Arbeit oder Ausbildung unterstützt werden.

Weg in die Unternehmen öffnen

Flüchtlingen muss so schnell wie möglich der Weg in die Unternehmen offenstehen. Dort lernen sie den deutschen Arbeitsalltag, Gepflogenheiten und Berufe kennen und können Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen sowie Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Asylsuchende – egal aus welchem Land – dürfen nicht länger von frühzeitigen Hilfsangeboten ausgeschlossen werden. Rechtliche Hürden und Beschränkungen des Arbeitsmarkzugangs wollen wir konsequent streichen.

Klare Perspektiven bieten

Dafür muss die bürokratische Vorrangprüfung deutschlandweit abgeschafft werden und das Arbeitsverbot während der ersten drei Monate des Asylverfahrens entfallen. Damit eine Berufsausbildung nicht länger an einer unsicheren Bleibeperspektive scheitert, müssen alle Asylsuchenden und Geduldeten von Beginn an eine Aufenthaltserlaubnis für die gesamte Dauer der Ausbildung und anschließender Beschäftigung erhalten.

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