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Tag der ArbeitSoziales Europa nach vorn!

Drei Hände vor einer Europaflagge
Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne - zusammen lohnt es sich, für ein soziales Europa zu kämpfen!

Die Geschichte der Arbeiterbewegung ist immer auch eine Geschichte des Miteinanders. Nur gemeinsam lassen sich gute Arbeitsbedingungen und faire Löhne erreichen. Daran hat sich im Grundsatz bis heute nichts geändert.

Was sich aber geändert hat, sind die Art und Geschwindigkeit des Wandels der Arbeit. Wo es gestern noch darum ging, Fließbandarbeit erträglich zu machen, müssen wir heute über die Auswirkung von Digitalisierung und Automatisierung sprechen. Wo vor weniger als 100 Jahren der Übergang von einer Agrar- zu einer Industriegesellschaft zu organisieren war, gilt es heute den notwendigen ökologischen Umbau der Wirtschaft sozial zu gestalten.

Geändert haben sich auch die politischen Zusammenhänge. Soziale Verbesserungen nur auf der nationalen Ebene sind heute nicht mehr nachhaltig. Europa ist die beste Idee, die Europa je hatte. Wir müssen sie gemeinsam vor den populistischen Angriffen verteidigen. Mit der Europäischen Union gibt es einen gemeinsamen Markt mit freiem Waren-, Personen- und Dienstleistungsverkehr. Doch das Versprechen eines sozialen Europas, in dem alle Menschen gleichermaßen an der Gesellschaft teilhaben können, ist noch nicht erreicht. Dabei ist dies wichtig für europäischen Zusammenhalt.

Soziale Rechte müssen den gleichen Stellenwert bekommen wie die ökonomischen Freiheiten des Binnenmarktes. Dafür sind gemeinsame europäische Arbeits- und Sozialstandards essentiell. Die sozialen Sicherungssysteme der Mitgliedsstaaten wie Rente, Gesundheit, Pflege oder Grundsicherung sind auf vergleichbare Niveaus zu bringen. Eine Europäische Rückversicherung der Arbeitslosenversicherungen kann dazu beitragen, dass ökonomische Krisen nicht auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen werden.

Außerdem braucht ein soziales Europa eine Gesamtstrategie gegen Armut – insbesondere gegen Kinderarmut. Auch Jugendarbeitslosigkeit wollen wir in Europa nicht hinnehmen, egal in welchem Land. Länderspezifische Mindestlöhne sollen überall in Europa dafür sorgen, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen bei gleichwertiger Arbeit sind nicht akzeptabel. Grenzüberschreitendes Arbeiten muss besser sozial abgesichert werden.

Es gibt viel zu tun. Als grüne Bundestagsfraktion setzen wir uns dafür ein, dass würdevolles Leben und Arbeiten überall in Europa möglich ist. Für ein soziales Europa lohnt es sich, gemeinsam zu kämpfen.

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