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ImmobilienkaufKartellamt muss Maklermarkt unter die Lupe nehmen

Zwei Bände zum Kartellrecht stehen auf einem Tisch.
Die Maklergebühren beim Immobilienkauf sind, auch im europäischen Vergleich, viel zu hoch. Das treibt die ohnehin hohen Immobilienpreise weiter in die Höhe. Wir bitten das Bundeskartellamt um eine Einschätzung.

Der Preiswettbewerb für Maklergebühren beim Immobilienkauf funktioniert nicht. Käufer haben das Nachsehen und sind mit extrem hohen Maklergebühren konfrontiert. Insbesondere in Ballungsräumen mit hohen Preissteigerungen für Immobilienwerte herrscht kein funktionierender Preiswettbewerb bei Maklergebühren für den Kauf von Immobilien.

Hinweise schon 2006

Daher haben wir uns an den Präsidenten des Bundeskartellamts, Herrn Mundt, gewandt. Wir bitten Herrn Mundt in unserem Brief um eine Einschätzung, ob es beim Zustandekommen von Maklergebühren ein Marktversagen oder kartellrechtlich bedenkliche Verhaltensweisen gibt.
Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) hat bereits 2006 in einer Studie konstatiert: „Im Ergebnis geschieht die Preisbildung [der Maklercourtage] ähnlich wie bei einer Kartellbildung“.

Bundesweit hohe Kaufnebenkosten

Überhöhte Maklergebühren gehen zu Lasten von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Sie erschweren in einem bereits heute angespannten Immobilienmarkt den Erwerb von Wohneigentum. So werden etwa beim Kauf einer Immobilie für 400.000 Euro bei einer als ortsüblich angegebenen Maklergebühr von 7,14 Prozent weitere 28.560 Euro an Maklergebühren fällig.
In den meisten Bundesländern fallen 7,14 Prozent des Kaufpreises (inkl. Mehrwertsteuer) einer Immobilie als Maklergebühr an, in einigen liegt die Maklercourtage nur wenig darunter bei rund 5 bis 6 Prozent.

Gebühren in Deutschland sind überteuert

Die Maklercourtage in Deutschland liegt deutlich über dem europäischen Niveau. In Irland sind 1 bis 2,5 Prozent des Objektpreises gebräuchlich, in den Niederlanden 1 bis maximal 2 Prozent, in Schweden als grobe Faustregel je nach Verkaufspreis zwischen 1,5 und 4,5 Prozent Maklergebühr, in Großbritannien zwischen 1 und 2 Prozent, in Frankreich werden 3 bis 8 Prozent fällig (Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages, 2018).

Siehe hierzu auch unseren Antrag zur Einführung des Bestellerprinzips auch beim Kauf von Immobilien "Wer bestellt, bezahlt"

 

 

 

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