MietpreisbremseMieter zahlen fast eine Milliarde drauf

Skyline von Berlin mit Fernsehturm
Eine von der grünen Bundestagsfraktion beauftragte Studie belegt die Wirkungslosigkeit der vor zwei Jahren eingeführten Mietpreisbremse. Wenn jetzt nicht gegengesteuert wird, werden betroffene Mieter zum Beispiel in Berlin jährlich im Schnitt 2.400 Euro mehr Miete bezahlen müssen. In anderen Städten sieht es sogar noch schlimmer aus. Dabei könnten Mieter sogar entlastet werden: Wir schlagen konkrete Maßnahmen vor.

Seite 2: Hintergrund

Berechnungsgrundlage

Für die Studie wurden Zahlen aus Berlin, Hamburg und Stuttgart auf andere Städte mit Mietpreisbremse hochgerechnet. Es geht hierbei um etwa 180 000 Mieterhaushalte in 51 Kommunen mit qualifiziertem Mietspiegel, bei denen die Mietpreisbremse überschritten wird.

Studien-Methode

Für die drei Städte Berlin, Hamburg und Stuttgart wurden mittels Immobilieninseraten die Verletzungsquote sowie das durchschnittliche Senkungspotential der Miete ermittelt. Dann wurde das gesamte Mietsenkungspotential je Stadt sowie für diejenigen Mietpreis-Städte Deutschlands mit qualifiziertem Mietspiegel über eine Skalierung der Einzelergebnisse berechnet. Zum Zweiten wurde die Abschaffung von Ausnahmen, wie im Antrag der Bundestagsfraktion der Grünen vorgesehen, modelliert und dargestellt, wie hoch das gesamte Entlastungspotenzial damit ist – es läge im dritten Jahr schon bei über drei Milliarden Euro. Wiederum erst für die drei einzelnen Städte und zuletzt für ganz Deutschland skaliert. Die Auswahl fiel auf die drei Städte Berlin, Stuttgart und Hamburg, weil dort eine große, statistisch auswertbare Anzahl von Mietangeboten zum jetzigen Zeitpunkt vorlag, alle Städte über einen qualifizierten Mietspiegel und eine geltende Mietpreisbremse verfügen und regional weit verteilt liegen.

Diagramm 1, grüne Mietpreisstudie
Diagramm 2, grüne Mietpreisstudie

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