Diese Webseite verwendet Cookies zur Auswertung und Optimierung unseres Web-Angebots. Nutzungsdaten dieser Webseite werden nur in anonymisierter Form gesammelt und gespeichert. Einzelheiten über die eingesetzten Cookies und die Möglichkeit, die Nutzungsdatenanalyse zu unterbinden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Baustoffe sind knappÖkobaustoffe - Kein Thema für die Bundesregierung

Kieshaufen in einer Kiesgrube in Deutschland / Oberbrunn
In Deutschland boomt der Wohnungsbau. Im letzten Jahr wurden 284 800 Wohnungen fertig gestellt. Die Kehrseite dieser Medaille: In manchen Regionen drohen Sand und Kies, die Grundzutaten von Beton, knapp zu werden. Die Bundesregierung tut jedoch kaum etwas, um das umwelt-, klima- und ressourcenschonende Bauen auszubauen.

Die Nachfrage nach neuen Wohnungen ist in Deutschland ungebrochen hoch. Im letzten Jahr wurden 284 800 Wohnungen fertig gestellt. Die Kehrseite dieser Medaille: In manchen Regionen drohen Sand und Kies, die Grundzutaten von Beton, knapp zu werden. Die Bundesregierung tut jedoch kaum etwas, um das umwelt-, klima- und ressourcenschonende Bauen auszubauen.

Bei der Rohstoffproduktivität: Zieht die Bundesregierung blank

Daher haben wir die Bundesregierung gefragt, was sie gegen diesen Mangel unternimmt und wie sich der Verbrauch in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Antworten der Bundesregierung fallen ernüchternd aus. Eine "Erreichung des bereits 2002 in der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegten Zieles der Verdopplung der Rohstoffproduktivität bis 2020 (ist) nicht mehr realistisch.", so die Bundesregierung.

Für das Weltklima brauche wir Alternativen zu Beton

Weltweit herrscht ein Bauboom. Allein in China wurde in den drei Jahren von 2008 bis 2010 mehr Zement verbaut als in den USA im gesamten 20. Jahrhundert, so Vaclav Smil in seinem Buch MAKING the MODERN WOLD aus dem Jahr 2014. Das ist eine ernste Gefahr für das Weltklima, da bei der Betonherstellung in großem Umfang CO2 entsteht. Jedoch kann die Bundesregierung zu den entstandenen CO2-Emmissionen durch die Betonherstellung keine Auskunft geben.

Bundesregierung unternimmt nichts für klima- und umweltschonendes Bauen

Obwohl der Baustoff Holz ebenso wie andere nachwachsende Baustoffe CO2 einlagert und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leistet, plant die Bundesregierung weder ökologische und nachwachsende Baustoffe gezielt zu fördern, noch die Emissionen der Baustoffherstellung und damit die graue Energie, die beim Bauen entsteht, in die energetische Gebäudebewertung aufzunehmen.

Schlussendlich muss man feststellen, dass die Bundesregierung sich zwar vorgenommen hat, den Wohnungsbau von 1 Million auf 1,5 Millionen Wohnungen zu steigern. Gleichzeitig tut die Bundesregierung kaum etwas konkretes, um das umwelt-, klima- und ressourcenschonende Bauen auszubauen. Dabei wäre es mit Holzbau, nachwachsenden und recycelten Baustoffen leicht möglich.

Mehr zum Thema Bauen Wohnen Stadtentwicklung