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BlindenschriftMehr Bücher für blinde Menschen

Zwei Hände, die über einen Blatt mit Blindenschrift liegen.

Blinde Menschen lesen Bücher mit den Fingern.
Dafür gibt es eine besondere Schrift.
Die Schrift heißt Punkt-Schrift.
In der Punkt-Schrift gibt es für jeden Buchstaben ein Zeichen aus Punkten.
Die Punkte kann man fühlen.
Mit den Punkten kann man Buchstaben und Wörter bilden.

Eine Frau trägt Kopfhörer.Blinde Menschen hören auch Hör-Bücher.
Viele Hör-Bücher aus dem Buch-Laden sind aber gekürzt.
Die Menschen, die Hör-Bücher machen, lassen oft Teile vom Buch weg,
die sie nicht so wichtig finden.
Deshalb gibt es extra Hör-Bücher für blinde Menschen.
Da wird alles vorgelesen,
was im Buch steht.

Es gibt extra Büchereien für blinde Menschen.
Die Büchereien machen Bücher in Punkt-Schrift.
Und die Büchereien machen Hör-Bücher.
Blinde Menschen können sich die Bücher ausleihen.
Die Büchereien heißen Blinden-Büchereien.

Sehr viele GeldscheineEs ist sehr viel Arbeit,
Hör-Bücher und Bücher in Punkt-Schrift zu machen.
Das kostet sehr viel Geld.
Deshalb gibt es sehr wenige Bücher für blinde Menschen.

Viele Länder der Welt wollen,
dass es mehr Bücher für blinde Menschen gibt.
Deshalb haben sie einen Vertrag gemacht.
Das steht in dem Vertrag:
Blinden-Büchereien dürfen blinden Menschen auch Bücher geben,
die in einem anderen Land gemacht worden sind.
Zum Beispiel in Frankreich.
Das spart Geld,
weil Bücher nicht doppelt gemacht werden müssen.
Mit dem Geld, das sie sparen, können Blinden-Büchereien dann andere Bücher machen.

Ein Buch mit eine Paragrafenzeichen auf dem Umschlag.Damit der Vertrag in Deutschland gilt,
muss ein Gesetz geändert werden.
Das Gesetz heißt in schwerer Sprache Urheber-Rechts-Gesetz.
Menschen, die Bücher schreiben, heißen in schwerer Sprache Urheber.
Das steht in dem Gesetz:
Wann darf man Bücher kopieren?
Wen muss man um Erlaubnis fragen?
Was muss man dafür bezahlen?

Das wird geändert:
Blinden-Büchereien müssen nicht um Erlaubnis fragen.
Blinden-Büchereien müssen aber jedes Buch einzeln anmelden,
das sie machen.
Und sie müssen dafür Geld bezahlen.

Das findet die Grüne Partei im Bundes-Tag schlecht:
Dass Blinden-Büchereien Geld bezahlen müssen
und dass Blinden-Büchereien jedes Buch einzeln anmelden müssen.
Das macht sehr viel Arbeit.
Blinden-Büchereien können deshalb weniger Bücher machen.
Und für die Menschen, die Bücher schreiben, lohnt es sich auch nicht.

Das will die Grüne Partei im Bundes-Tag:
Blinden-Büchereien sollen kein Geld zahlen müssen,
wenn sie Bücher für blinde Menschen machen.
Von der Regel soll es eine Ausnahme geben.
Wenn blinde Menschen ein Buch im Buch-Laden kaufen können,
sollen Blinden-Büchereien zahlen,
wenn sie das Buch nochmal machen.

Das will die Grüne Partei im Bundes-Tag auch:
Blinden-Büchereien sollen nicht jedes Buch einzeln anmelden,
das sie machen.

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