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ChancengerechtigkeitAusbildung garantieren und Fachkräfte sichern

Ein weiblicher Zimmermann arbeitet in einer Werkstatt.
Immer lauter beklagt die Wirtschaft den Fachkräftemangel. Zugleich steigt die Zahl der jungen Menschen ohne Berufsausbildung. Dem Stückwerk der Groko setzen wir Ideen für ein gerechtes und zukunftsfähiges Berufsbildungssystem entgegen.

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Berufsbildungsbericht 2018

Immer mehr Betriebe ziehen sich vollständig aus der Ausbildung zurück. Jeder vierte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst. Die Integration von Geflüchteten läuft schleppend und obwohl viele Betriebe händeringend nach Auszubildenden suchen, steigt die Ausbildungslosigkeit bei jungen Menschen. In der Folge droht ihnen prekäre Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Das sind die zentralen Ergebnisse des Berufsbildungsberichts 2018. Für die selbsternannte Bildungsrepublik Deutschland ist das ein schlechtes Zeugnis.

Die Entwicklungen in der beruflichen Bildung sind damit kein leichtes Erbe für Ministerin Anja Karliczek und zugleich ein klarer Handlungsauftrag. Als neue Bildungsministerin muss sie erklären, wie sie junge Menschen auf dem Sprung ins Berufsleben unterstützen und die strukturellen Probleme des Ausbildungssystems angehen will. Ein Blick in den Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD verheißt leider nicht viel Gutes und auch die Regierungsbefragung am 26. April 2018 zum Berufsbildungsbericht lässt vermuten, dass der neuen Bundesregierung von der Berufsorientierung bis zur Weiterbildungsförderung außer Stückwerk nicht viel einfällt.

Chancengerechtigkeit = Fachkräftesicherung

Mit unserem Antrag zeigen wir auf, wie die berufliche Bildung ihr gesamtes Potenzial für Chancengerechtigkeit und Fachkräftesicherung entfalten kann. Mit einem Berufsbildungspakt für Fachkräfte wollen wir berufliche Schulen, Betriebe und überbetriebliche Ausbildungsstätten fit für die Anforderungen der Einwanderungsgesellschaft und das Lernen im digitalen Zeitalter machen.

Wir sind überzeugt: Nur wenn sich Bund, Länder und Kommunen zusammen mit Wirtschaft und Gewerkschaften als Verantwortungsgemeinschaft begreifen, die jungen Menschen unabhängig von ihrer Herkunft sichere Wege in die Ausbildung ermöglicht, können alle Talente gefördert und alle Potenziale genutzt werden.

Aus den vielen Maßnahmen am Übergang Schule-Beruf bauen wir deshalb eine Aufstiegsleiter zum Ausbildungserfolg. Mit der Grünen Ausbildungsgarantie stellen wir sicher, dass jeder junge Mensch zu seinem Recht auf eine gute Ausbildung kommt. Das ist auch gut für die Wirtschaft, die dadurch auch in Zukunft noch gut ausgebildete Fachkräfte hat. Damit am Übergang Schule-Beruf garantiert kein Talent mehr verloren geht, wollen wir frühe Berufsorientierung an jede Schule bringen und setzen uns für den Ausbau von gut ausgestatten Jugendberufsagenturen in ganz Deutschland ein.

Gute Beratung ist zugleich auch das beste Mittel gegen Ausbildungsabbrüche. Mit einem kräftigen Investitionsprogramm unterstützen wir gerade auch die beruflichen Schulen, damit sie die Herausforderungen der Digitalisierung und der Einwanderungsgesellschaft bewältigen können.

Weil das Lernen heute aber längst nicht mehr mit dem ersten Schul- oder Berufsabschluss endet, wollen wir aus dem Meister-BAföG ein umfassendes Gesetz für lebensbegleitendes Lernen bauen. Mit unserer BildungsZeit Plus wird aus einem Meister-BAföG für wenige eine gerechte Weiterbildungsförderung, die allen Menschen Aufstieg durch Bildung ermöglicht.

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