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Berglandschaft mit Regenwald

Seite 2: Was ist die COP?

Die sogenannte COP (= Conference of the Parties) oder Vertragsstaatenkonferenz ist das wichtigste Entscheidungsgremium des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD). Auf diesen Konferenzen trägt die Gemeinschaft der Vertragspartnerstaaten ihre jeweiligen Bemühungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt vor und diskutiert weitere Maßnahmen gegen die anhaltende Naturzerstörung einschließlich deren Finanzierung.

Im Rahmen der 9. Vertragsstaatenkonferenz (COP 9) im Mai 2008 in Bonn übernahm Deutschland für zwei Jahre den Vorsitz in der Konvention. Das Ziel, den Verlust an biologischer Vielfalt bis 2010 zu stoppen oder zumindest zu verlangsamen, konnte in dieser Zeit aber nicht erreicht werden. Als 2010 der Vorsitz im Rahmen der COP 10 im japanischen Nagoya an die Regierung Japans überging, ging es daher um grundsätzliche Perspektiven für den internationalen Biodiversitätsschutz: Es gelang zumindest, einen neuen Strategischen Plan für die Zeit bis 2020 zu formulieren. Zudem wurde ein neues Abkommen gegen Biopiraterie auf dem Weg gebracht. Fragen zur Finanzierung des internationalen Biodiversitätsschutzes wurden aber weitgehend vertagt.

2012 wird es im Rahmen der COP 11 im indischen Hyderabad daher im Wesentlichen darum gehen, den Finanzbedarf zu beziffern, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Umsetzung des Strategischen Plans verbindlich auf den Weg zu bringen.

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