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ArtenschutzWalfang stoppen

Kanada, Quebeck _ Grönlandwal wird in Scheiben geschnitten
Kanada, Quebeck, 2008 - ein Jäger schneidet einen Grönlandwal in Scheiben. Seit 30 Jahren gilt weltweit das Verbot des kommerziellen Walfangs. Zurzeit tagt in Slowenien die internationale Walfangkommission. Jährlich sterben immer noch tausende Wale und Delfine, deren Fleisch - trotz Handelsverbot - vor allem nach Japan verkauft wird. Die internationale IWC-Konferenz muss jetzt ein deutliches Zeichen für den internationen Walschutz setzen. In unserem Antrag machen wir uns stark, dass die Wale national und international geschützt werden.

Zurzeit tagt in Slowenien die Internationale Walfangkommission (IWC). Die größte Errungenschaft ist das seit 1986 geltende weltweite Verbot des kommerziellen Walfangs. Eine Errungenschaft, die jedes Mal erneut verteidigt werden muss. Jährlich werden tausende von Walen und Delfinen abgeschlachtet. Vor den Faröer Inseln, Island und Grönland werden Finnwale, Zwergwale, Grindwale und Delfine gejagt und das Fleisch – trotz Handelsverbot – vor allem nach Japan verkauft. Japan tötet nach wie vor Wale unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Forschung und nutzt damit ein juristisches Schlupfloch. Trotz Urteil des Internationalen Gerichtshofs, das Japan die Illegalität des angeblich wissenschaftlichen Walfangs bescheiden hat, steht aktuell ein Antrag Japans zur Bewilligung des weiteren Walfangs auf der IWC-Tagesordnung.

Walfang fehlt diesmal auf der Agenda

Die IWC Konferenz Ende Oktober 2016 muss hier ein deutliches Zeichen für den internationalen Walschutz setzen und sich vehement gegen eine weitere Aushöhlung des Moratoriums einsetzen. Leider hat die EU auf Druck des Mitgliedstaates Dänemark, es nicht geschafft, eine Resolution gegen kommerziellen Walfang einzubringen. Nun fehlt ausgerechnet bei dieser IWC das Thema auf der Agenda.

National und international Walfang stoppen

In unserem Antrag machen wir uns dafür stark, dass ein konsequenter Walschutz international aber auch vor der Haustür in deutschen Gewässern durchgesetzt wird. Mit so genannten Kiemennetzen (Stellnetzen), oft hunderte von Metern lang und wie eine unsichtbare Wand für die Schweinswale, werden verschiedene Fischarten gefangen. Die Wale verfangen sich darin und ertrinken jämmerlich. Der Einsatz von Stell- und Grundschleppnetzen muss daher in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten in Nord- und Ostsee beendet und Grund-, Schlepp- und Stellnetze in bekannten Walgebieten durch alternative Fangmethoden ersetzt werden. Erst dann haben wir die nötige Glaubwürdigkeit den walfangenden Ländern gegenüber auf einen Walfangstopp zu pochen.

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