ArtenschutzLernen, mit dem Wolf zu leben

Ein europäischer Grauwolf mit Welpen
Um keine andere Art in unserer freien Wildbahn wir so heftig diskutiert wie über den Wolf. Hirten und ArtenschützerInnen haben jetzt ein gemeinsames Eckpunktepapier vorgelegt, das zeigt, dass beides zusammengehen kann: Artenschutz für den Wolf und extensive Weidewirtschaft.

Der Wolf. Über keine andere Art in unserer freien Wildbahn wird so hitzig diskutiert wie über den Wolf. Kaum eine Regionalzeitung die, nicht von getöteten Lämmern oder Schafe durch den Wolf berichtet. Eine sachliche und faktenbasierte sowie lösungsorientierte Diskussion über den Wolf wird kaum noch geführt.

Wolf und Weidetierhaltung: Zwei Seiten einer Medaille

Umso erfreulicher ist es, dass sich nun viele der Verbände sowohl von Natur-NutzerInnen als auch -SchützerInnen sich gemeinsam auf den Weg der Zusammenarbeit begeben und ein Eckpunktepapier zum Wolf veröffentlicht haben.

Darin betonen sie, „dass die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland und der Erhalt von artenreichen, extensiv bewirtschafteten Grünland-Biotopen zwei Seiten derselben Medaille sind.“

Auch der Wolf muss geschützt werden

Artenschutz für den Wolf und Weidetierhaltung kann gemeinsam funktionieren. Es braucht dafür aber auch entsprechende Unterstützung und Akzeptanz. Daher müssen möglichst unbürokratische Hilfen für den vorsorgenden Herdenschutz und Beratung in Form eines nationalen Zentrums für den Herdenschutz, als auch ausreichende Kompensationen im Falle von Wolfsübergriffen zur Verfügung gestellt werden. Die Verbände sprechen sich dagegen aus, den Schutzstatus für den Wolf aufzuheben, da eine Entnahme von besonders ausfällig gewordenen Wölfen bereits jetzt rechtlich möglich ist.

Für eine lösungsorientierte Zukunftsstrategie für den Umgang mit dem Wolf wurden dazu nun wichtige Eckpfeiler gelegt, die wir unterstützen.

Mehr zum Thema Biologische Vielfalt Naturschutz

Dieser Artikel ist älter als zwei Monate, deshalb werden keine Kommentare mehr angenommen.

4404262