Tag des EhrenamtsDanke an alle Engagierten!

Versöhnlicher Händedruck
Der 5. Dezember ist der Tag des Ehrenamts. Ganz besonders an diesem Tag, aber und auch im restlichen Jahr danken wir den vielen ehrenamtlich Engagierten in unserem Land. Millionen Menschen mischen mit. Damit das so bleibt, brauchen auch Helfer Hilfe.

Millionen Menschen mischen mit. Ihr Engagement ist vielfältig und bunt: Es reicht von der Feuerwehr bis zu Nachbarschaftshilfe, von Kultur über Sport zu Bildung und Religion. Es erstreckt sich vom Einsatz für Umwelt, für Natur- und Tierschutz oder für Demokratie, Menschenrechte, globale Gerechtigkeit und Inklusion bis hin zum Engagement in der Selbsthilfe oder zum Spenden, zum Beispiel von Fahrrädern für Flüchtlinge. Manchmal ist Engagement unbequem, stellt Fragen, stört Routinen, missachtet Hierarchien. Auch und gerade deswegen ist Engagement so wichtig, um unsere Demokratie lebendig zu halten. Wer mitmischt und sich engagiert, trägt im Kleinen zum großen Ganzen bei, zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Denn die vielfältige und bereichernde Kultur des Engagements ist der Kern einer lebendigen und verantwortungsbewussten Zivilgesellschaft. Engagement stärkt das Rückgrat unserer Demokratie und ist ein wichtiger Baustein unseres Sozialstaats.

Dafür sagen wir Danke!

Mitgefühl mit anderen, Lust und Freude an der übernommenen Tätigkeit, sich für Ideen einsetzen, Verantwortung übernehmen – jede und jeder ist dazu fähig. Engagement kann man leben - von klein an, egal ob reich oder arm, egal woher man kommt.

Doch auch Engagierte brauchen Unterstützung, damit ihnen nicht die Puste ausgeht. Und zwar nicht nur am 5. Dezember zum Tag des Ehrenamts, sondern im ganzen Jahr. Darum fordert die grüne Bundestagsfraktion im Haushalt für 2017 erneut eine Stärkung der vor Ort bestehenden Engagement-Strukturen und des professionellen Freiwilligenmanagements. Was vor Ort getan werden kann, soll dort auch getan werden. Denn die Zivilgesellschaft ist den Menschen und ihren Problemen näher als der Staat. Menschen engagieren sich meistens in ihrem unmittelbaren Umfeld, im Sportverein oder der Flüchtlingsunterkunft ihrer Gemeinde oder Kommune. Genau dort muss das Engagement erleichtert, gestärkt und verstetigt werden, ohne die Engagierten zu überfordern.

Dafür ist eine unabhängige Koordination erforderlich, die an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft informiert, berät und unterstützt. Dabei geht es nicht darum, bereits vorhandene kommunale Strukturen zu ersetzen, sondern die vor Ort bestehende Engagement-Infrastruktur zu stärken beziehungsweise Anreize zur Schaffung von Koordinationsstellen für bürgerschaftliches Engagement zu setzen, wenn diese noch nicht vorhanden sind.

Hilfe für Helfende

Engagement bildet und qualifiziert: Sich für andere Menschen oder gesellschaftliche Angelegenheiten stark zu machen, stärkt gleichzeitig die eigene Person. Damit aus dem Engagement nicht Überlastung oder Überforderung wird, brauchen aber auch Helferinnen und Helfer Unterstützung und (Weiter-)Qualifikation – entweder durch andere Freiwillige oder auch durch hauptberuflich Tätige. Um Engagierte zeitlich zu entlasten, möchte die grüne Bundestagsfraktion Weiterbildungen, die für freiwilliges Engagement benötigt werden, als Bildungsurlaub anerkennen.

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1 Kommentar
Weiter in die Richtung!
Andrea Jeßberger 06.12.2016

Stimmt, wir Ehrenamtlichen sind das Rückgrat der Gesellschaft. In vielen Fällen ist das Engagement auch die einzige Form, das voranzubringen, was nach Veränderung ruft. Doch es sollte nicht dabei bleiben. Arbeits- und sozialpolitisch ist m.E. umzusteuern. Wir brauchen mehr Unterstützung für VerantwortungsträgerInnen als ein herzliches Dankeschön. Wer sich einbringt, bleibt zu häufig selbst auf der Strecke.

Ich engagiere mich noch bei den Johannitern und als Trainerin für die Kleinen, teils samt Eltern. Da habe ich solide Strukturen, in denen es Spaß macht zu arbeiten. Krankenversicherungs- und Sozialversicherungsbeiträge, nen für den Aufwand verhältnismäßigen Lohn, ... Gibt's nicht.

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