DemografiekonferenzGemeinsam für Morgen

GEMEINSAM FÜR MORGEN– Demografie-Konferenz am 10.02.2017

Seite 3: Weltcafé 2 Wir wollen mitreden! Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

Kinder und Jugendliche haben das Recht beteiligt zu werden, wann immer es um sie geht. Und sie können dies auch. Dies hat Prof. Waldemar Stange in seinem Schlaglicht und später im Weltcafé eindrücklich vermittelt. Es ist nicht eine Frage von schwierigen Inhalten, viel mehr mangelt es an der Umsetzung und am Willen Erwachsener. Viele können sich schlicht nicht vorstellen, wie Mitwirkung von Kindern und Jugendlichen methodisch funktioniert und was sie für den weiteren Prozess und die Beteiligten bringt.

Klar war den Beteiligten, dass die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen Aufmerksamkeit, Zeit und Geld erfordert. Im Ergebnis sei dies aber eine lohnende Investition mit viel Wirkung. Während sich laut Prof. Stange die Mitbestimmung von Kindern in der Familie in den letzten Jahren deutlich verbessert hat, ist sie in der Lebenswelt Schule weiterhin unterentwickelt.

Schulen sind weitgehend demokratiefreie Räume und das, obwohl sie über gute Bedingungen verfügen (die Kinder verbringen viel Zeit in der Schule, es gibt Räume, Material und Personal etc.). Ähnlich schlecht ist die Beteiligung im öffentlichen Raum und in anderen Lebenswelten von Jungen und Mädchen. Schwierig gestaltet sich der Zugang für benachteiligte Gruppen. Fast gänzlich verwehrt ist er vielen Behinderten, wie eine hörbehinderte Teilnehmerin berichtete. Für Erwachsene gibt es in fast allen Lebensbereichen Mitwirkungsmöglichkeiten. Für Kinder und Jugendliche sind diese eher Mangelware. Es fehlt ein Gesamtkonzept der Partizipation.

Weitgehend einig waren sich die TeilnehmerInnen des Weltcafés dahingehend, wie viel Überzeugungsarbeit noch zu leisten ist. Große Unterstützung fand die Forderung, das Wahlalter herabzusetzen, wenngleich man sich über das „wie weit“ uneinig war. Ebenso wichtig war vielen TeilnehmerInnen, die Rechte von Kindern zu stärken oder einen Bundeskinderbeauftragten zu berufen.

Poetry-Slammerin Svenja Gräfen über das Alter

Nach den einleitenden Reden, diskutierten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in elf verschiedenen Weltcafés. Hier sind die Berichte dazu:

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