Energie-BundesligaDie Erneuerbare-Energien-Bundesligatabelle 2017

Das Stadion des TSG Hoffenheim

Die deutschen Fußball-Bundesliga-Vereine sind auf nationaler und internationaler Ebene Aushängeschilder nicht nur des Sports. Ähnlich anderen Großereignissen, wie z.B. Olympischen Spielen, richten Bundesliga-Spieltage den Fokus auch auf die Spielstätten und das „Drumherum“, inklusive Sicherheit, Fan-Betreuung und Nachhaltigkeit.

Grüner Fußball spielen

Wir finden, auch bei der Energieversorgung sollten die Clubs mit der Zeit gehen: Ganz im Trend von Innovation und Modernisierung steht die unabhängige, dezentrale Energieversorgung von Fußballstadien durch den Einsatz Erneuerbarer Energien, wie z.B. mit Photovoltaikanlagen auf dem Stadiondach oder Wärmepumpen, welche auch den Rasen beheizen können.
Wir haben darum in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Vereinsvorsitzenden und Präsidenten der Clubs der 1. Bundesliga nach der Nutzung Erneuerbarer Energien, Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie (Öko-) Stromtarifen in ihren Vereinen befragt und mit den Antworten pünktlich zum letzten Spieltag der Bundesligasaison eine alternative „Erneuerbare Energien Bundesligatabelle“ erstellt.

Bayern München nur Mittelmaß

Wenig überraschend sieht die Tabelle nun etwas anders aus, als das Ranking der Fußball-Bundesliga. Weil wir bei der Bewertung einen klaren Fokus auf den selbst erzeugten Ökostrom gelegt haben, gab es hier die meisten Punkte zu holen. Dementsprechend sind auch Clubs mit leistungsstarken PV-Anlagen ganz vorne. Spitzenreiter TSG Hoffenheim hat auf vier verschiedenen Gebäuden PV-Anlagen installiert, die insgesamt über eine Million Kilowattstunden im Jahr erzeugen, und führt die Tabelle damit an.
Bayern München, im Fußball unangefochtener Spitzenreiter, landet „nur“ im Mittelfeld. Scheinbar kleine Clubs, wie der SC Freiburg z.B., haben aber durch ein konsequent gutes Energie-Portfolio mit vielen Maßnahmen und einem hohen selbst produzierten Stromanteil am Gesamtverbrauch ebenfalls gute Chancen. So sind die Freiburger in diesem Jahr auf Platz 5 gelandet.

Bundesligastrom wird grüner

Generell kann man sagen: Es tut sich was beim Fußball. Bei unserer letzten Umfrage im Jahr 2015 hatten 10 Vereine eine PV-Anlage installiert, in diesem Jahr sind es 12 plus einer geplanten. Wo PV auf dem Stadiondach nicht geht, gibt es immer noch weitere Gebäude, wo das möglich ist. Außerdem haben jetzt fast alle Vereine zertifizierte Energiemanagementsysteme eingeführt, das ist gut für’s Klima und hat Vorbildcharakter. Schön wäre es, wenn die Vereine sich untereinander noch gegenseitig antreiben würden, vielleicht mit einer Art Best-Practice-System.
Bislang ist kein Verein perfekt, aber es gibt viele schöne Ideen, die in der Summe viel für mehr Klimaschutz bewirken: Elektrofahrzeuge und Fahrräder für Mitarbeiter, die sich auf dem Gelände oder zwischen den verschiedenen Geschäftsstellen bewegen wollen, wie z.B. in Wolfsburg und Hoffenheim, oder der Fan-Ökostromtarif bei Borussia Dortmund sind gute Initiativen. Da ist manchmal Kreativität nicht nur bei der Spieltaktik gefragt.

Auf dieser Tabelle sind die Bundesligavereine von eins bis achtzehn untereinander gelistet. Daneben stehen Kriterien der Energiesparsamkeit.

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