Klima statt KohleFragen und Antworten zur Energiewende

Windräder in Mecklenburg-Vorpommern

Seite 5: Ist die Energiewende nicht zu teuer?

Nein, wir investieren jetzt in eine Zukunft mit günstiger Energieerzeugung.

Wirtschaft und Gesellschaft können das gut verkraften – wenn anfallende Kosten fair verteilt werden. Auf längere Sicht profitieren alle von der neuen Energie und der neuen Infrastruktur. Teuer wäre es, wenn wir jetzt nichts tun. Denn die Energieinfrastruktur (neue Leitungen, neue Kraftwerke) muss sowieso modernisiert werden. Und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern kommt uns immer teurer zu stehen.

Allerdings müssen die Kosten für Private sowie kleine und mittlere Unternehmen durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gesenkt werden. Wir wollen dazu innerhalb des EEG Kosten sparen, die nichts mit der Förderung des Ausbaus der Erneuerbaren zu tun haben. Etwa durch das Abschmelzen der Ausnahmen für die Industrie. Allein dadurch ließen sich jährlich vier Milliarden Euro an Kostenumlage für alle anderen Stromverbraucher einsparen. Kürzen kann man auch die Milliarden-Reserve, die die Netzbetreiber vorhalten, um den Ökostrom bezahlen zu können, wenn das EEG-Konto leer sein sollte. Und wir wollen die teuren Anschub- und Entwicklungskosten der erneuerbaren Energien, die wir heute noch in der EEG-Umlage mitbezahlen, in einen separaten, aber transparenten Fonds packen, der mittelfristig aus Einnahmen aus dem Energiemarkt rückgezahlt wird. Das könnte die EEG-Umlage für alle um mindestens zwei Cent pro Kilowattstunde senken.

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