SteinkohleGrubenfahrt: Ende einer Ära

2018 endet in Deutschland und damit in ganz Westeuropa ein Stück Industriegeschichte, ohne die die Welt heute anders aussähe – positiv wie negativ. In Nordrhein-Westfalen (NRW) schließen dann die beiden letzten Steinkohlebergwerke Prosper Haniel und Ibbenbüren.

Besichtigung: Infos in 1000 Meter Tiefe

Um sich über die Auswirkungen und langfristigen Folgen des Bergbaus zu informieren, haben Abgeordnete der grünen Bundestagsfraktion eine Grubenfahrt in das Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop (NRW) mit dem Betreiber RAG-Bergwerke unternommen. Es war eine der letzten Gelegenheiten, ein untertägiges, in Betrieb befindliches Steinkohlebergwerk in 1000 und mehr Metern Tiefe zu besichtigen. Denn die klimaschädliche Kohle hat weder in Deutschland noch anderswo eine Zukunft, wenn die internationale Staatengemeinschaft die im vergangenen Jahr vereinbarten Klimaschutzziele erreichen will. Es geht nun darum, die Folgen des Kohleabbaus zu managen und Möglichkeiten zu eruieren, ob die Gruben – zum Bespiel zur Energiespeicherung – weiter genutzt werden können.

Gleichzeitig informierten sich die Abgeordneten auf der Zeche Zollverein in Essen (Weltkulturerbe) in einem Vortrag der RAG-Bergwerke mit anschließender Diskussion über den Strukturwandel im Ruhrgebiet in der Vergangenheit und in Zukunft. Dieser Strukturwandel kann ein Beispiel für den unweigerlich bevorstehenden Strukturwandel in den Braunkohleregionen sein.

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